Der Hamburger Rapper Jan Eißfeldt aka Jan Delay ist bereits in der Vergangenheit wiederholt durch seine nervige Stimme (für die er nichts kann) sowie ausnehmend dumme Äußerungen (für die er sehr wohl etwas kann) negativ aufgefallen. Mit Grausen etwa erinnere ich mich noch lebhaft an die RAF-Sympathien, die er auf seiner Reggae-Scheibe meinte mitteilen zu müssen ("Söhne Stammheims").
Kürzlich hat er in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" noch mal einen drauf gesetzt - und was für einen. Eißfeldt verstieg sich zu der durchaus saublöden Aussage, Berlin-Mitte werde nur von schwäbischen Provinzlern bewohnt, die "ängstlich einen auf große Stadt" machten. Nachdem er sich so ein bisschen in Fahrt geredet hatte, ließ er den von ihm verzapften Schwachsinn in der hirnrissigen, tja, These gipfeln: "Ich hasse Berlin, denn da gibt es keine Berliner".
So weit, so dumm. Abgesehen davon, daß aus den Äußerungen des sich selbst "links" wähnenden Sängers im Grunde derselbe Geist spricht, wie aus der Forderung "Deutschland den Deutschen", und Herr Eißfeldt zudem offensichtlich höchstens über grob oberflächliche Kenntnisse der soziokulturellen Struktur im Berliner Stadtteil Mitte verfügt, sollte sich der werte Herr doch bitteschön nur zu Themen äußern, die ihn etwas angehen. Niemand hindert ihn daran, "interessante" Theorien zur sozialen und ethnischen Zusammensetzung seines heimatlichen Fischerdörfchens aufzustellen. Touristen aber, die im Halbschlaf eine Sendung "Polylux" (die nebenbei sofort abgesetzt gehört) gesehen haben und nun meinen, mitquatschen zu dürfen, gar ein differenziertes Urteil über Berliner Verhältnisse abgeben zu können, sind mit Verlaub überflüssiger als Platten wie "Mercedes Dance".
Natürlich ist es scheiße, daß man als Hamburger immer die einzige echte Großstadt Deutschlands, vulgo Berlin vor der Nase hat, mit der man niemals mithalten können wird. Deshalb muss man aber bitteschön nicht seine eigene provinzielle Vorstellung, aus welchen Leuten sich eine Großstadt zusammen zu setzen hat, auf real existierende Metropolen anzuwenden versuchen. Der Charakter wahrer Metropolen zeichnet sich ja gerade durch ihre Sogwirkung auf die kreativen, kulturell interessierten Bewohner der Provinz aus, auch wenn das an der Nordseeküste bisher nicht bekannt sein mag.
Darum: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten. Klar möchte jeder gerne über Dinge reden, die den Flavor der großen, weiten Welt verströmen, aber dann sollte man vorher wenigstens den Kopf benutzen - und das nicht nur zum Konsum von Hanfprodukten. Danke.
Gute Neuigkeiten für alle meine Mütter und Väter!
Vor 3 Jahren

Also der Herr Eißfeld hat ja nicht zu 100% Unrecht. Auch ich mit "Zweitwohnung" in Mitte muss zugeben, dass dort schon sehr viele Nicht-Berliner angsiedelt ist. Allerdings ist das auch in den anderen "Szene-Bezirken" so. Die Provinzler wollen eben sofort auf volles Programm gehen. Ob sie jetzt "Szene" (-> Mitte) oder "Gangsta"(-> Neukölln) sein wollen. Y'know I'mean......
AntwortenLöschenÜbrigens ist Polylux unterhaltsamer als Richter XYZ.....
so was kann doch nur einer schreiben, der selbst kein schwabe mehr sein möchte....
AntwortenLöschenGell, Herr Versum???
na, dass ja mal ‘nen Kommentar von Welt! Weiter so ehrlich frei von der Seele... Eißfeldt machte sich ja nicht nur damit beliebt, so wurde sein neuestes Album mit dem Slogan: Reggae ist tot - Funk lebt! ... beworben... na einer muss es ja wissen!
AntwortenLöschenvon wegen "kein schwabe mehr sein". darum geht es nicht. sondern darum, dass herr delay sich nicht zu themen äußern sollte, von denen er nichts versteht.
AntwortenLöschenOoooch hatter deine Stadt schlecht gemacht. Das ist aber schlimm! Bubu! Armes Häschen.
AntwortenLöschenEißfeld kann ich nicht leiden. Aber bilde dir mal nicht zuviel auf Berlin ein.
Eigentlich würde Eißfeld super nach Berlin passen. Solche Tpen findet man da zu genüge. Dummschwätzer wie er passen zu Berlin.
nö, die passen sehr gut nach hamburg. ist ja kein zufall.
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