<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0' version='2.0'><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799</atom:id><lastBuildDate>Tue, 01 May 2012 22:18:14 +0000</lastBuildDate><category>Kapitalismus</category><category>Große Klappe</category><category>Nymphe</category><category>Essen</category><category>Mensch-Maschine</category><category>Stiefmutter</category><category>Küche</category><category>Liebe</category><category>Regentanz</category><category>Dornen</category><category>Urlaub</category><category>Weihnachten</category><category>Film</category><category>Hund</category><category>Kosmetikindustrie</category><category>Regen</category><category>Vollidiot</category><category>Doppelgänger</category><category>Nachthemd</category><category>Wahnsinn</category><category>Joggen</category><category>Jagd</category><category>Jeans</category><category>Gleichberechtigung</category><category>Eva</category><category>Jan Delay</category><category>Sex</category><category>Kasachstan</category><category>Meinungsfreiheit</category><category>Dutschke</category><category>Schmetterling</category><category>Blau-Weiß</category><category>Umkleidekabine</category><category>Musik</category><category>Brille</category><category>fettarm</category><category>Kopftuch</category><category>Einkaufen</category><category>Unbekanntes</category><category>Heiß</category><category>Gewalt</category><category>Park</category><category>Daimler</category><category>SPD</category><category>Selbstachtung</category><category>Sonne</category><category>Gedenken</category><category>Kino</category><category>Fremder</category><category>3. Oktober</category><category>Berolina</category><category>Bücher</category><category>Springer</category><category>Hitze</category><category>Kultur</category><category>Denken</category><category>Rassismus</category><category>Tomatensaft</category><category>Traum</category><category>Mai</category><category>Zeitung</category><category>Vietnam</category><category>See</category><category>Sport</category><category>Erstausgabe</category><category>RAF</category><category>Tee</category><category>Cyborg</category><category>Paranoi</category><category>Deutschland</category><category>Nackt</category><category>Bett</category><category>Rap</category><category>Sonnenschein</category><category>Bekleidung</category><category>Tor</category><category>Kaffee</category><category>Abendland</category><category>Borat</category><category>Bikini</category><category>68</category><category>Kurzsichtigkeit</category><category>Staub</category><category>Wald</category><category>Geschlechtsorgane</category><category>Göttin</category><category>Dialog</category><category>Eifersucht</category><category>Dummheit</category><category>Multikulti</category><category>Frauen</category><category>Nächstenliebe</category><category>Verbrechen</category><category>Sommer</category><category>Fußball</category><category>Roboter</category><category>Rose</category><category>Hotpants</category><category>Pasolini</category><category>Kamin</category><category>Stadion</category><category>Eigentum</category><category>Schamhaare</category><category>Bitchism</category><title>berl-in-dependent</title><description></description><link>http://www.berlindependent.com/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>32</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-3320893781857437394</guid><pubDate>Tue, 31 May 2011 06:55:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-06-01T00:11:27.190+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Fußball</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Tor</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Blau-Weiß</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Berolina</category><title>Mailand oder Madrid - Hauptsache Berlin!</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-IW-jxW0_-f8/TeSZCdjtr0I/AAAAAAAAAI8/GWeGxcJu6vQ/s1600/DSC_0185.JPG"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 200px; height: 132px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-IW-jxW0_-f8/TeSZCdjtr0I/AAAAAAAAAI8/GWeGxcJu6vQ/s200/DSC_0185.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5612779303183691586" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"Zweimal, bitte", informiere ich den Mann, der in seinem kleinen Kartenhäuschen sitzt. "Macht dann zusammen zehn Euro", erwidert er ungerührt. Ganz schön teuer für Bezirksliga. Egal. Das Erlebnis Amateurfußball hat eben auch seinen Preis. Wo erlebt man sonst noch diese, jawohl, Authentizität, die sich in harten Fouls, nicht vorhandener Taktik und Bratwurstgeruch ausdrückt? Eben, nirgendwo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich neben dem Eingang befindet sich der Grillstand, es gibt hausgemachte Bulletten für 2 Euro, Nackensteaks, Hähnchenschenkel und Bratkartoffeln. Alles bezahlbar, alles authentisch. Am Spielfeldrand des Kunstrasenplatzes steht ein junger Mann, auf dessen T-Shirt "Gegen den modernen Fußball" steht. Am Abend zuvor habe ich das Champions-League-Finale Barca gegen ManU gesehen, hochmoderner Fußball, ein unfassbar hohes technisches Niveau, Kurzpassspiel von einem anderen Stern. Heute steht dagegen eher biedere Hausmannskost auf dem Programm. Der SV Blau-Weiß Berolina Mitte empfängt den FC Litria. Berolina ist die letzte Bastion der Nicht-Yuppies und Nicht-Hipster in Mitte. Am Spielfeldrand sitzen, wie bei allen Amateurspielen, viele alte Männer, aber hier tragen sie Schnauzer und sehen so aus, als hätten sie in ihrer Vorkriegsjugend mindestens mal etwas mit einer Tänzerin gehabt, die mal was mit Berthold Brecht gehabt hat. Coole alte Knaben also, nicht der spießige Nazi-Rentner mit Stasi-Vergangenheit, der sich sonst so auf Berliner Amateurplätzen herumtreibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/--zXGZPSH7tI/TeSZLsGr3cI/AAAAAAAAAJE/KufRjl3r62U/s1600/big-spielerfrau.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 200px; height: 153px;" src="http://4.bp.blogspot.com/--zXGZPSH7tI/TeSZLsGr3cI/AAAAAAAAAJE/KufRjl3r62U/s200/big-spielerfrau.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5612779461707292098" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Frauen sind auch ein paar gekommen, keine schicken Muttis mit Gucci-Brille und angeborenem gelangweilten Gesichtsausdruck, sondern echte Weiber, dezent aufgebretzelt, enge Jeans, Nase und Titten frech in den Wind und ostentativ keine Ahnung vom Fußball, aber eine Schwäche für die durchtrainierten jungen Kerle, die nun, da es kurz nach 2 an diesem Sonntagnachmittag ist, beginnen, wie wild hinter dem vom standesgemäß gedressten Schiedsrichter freigegebenen Ball herzujagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Spiel geht hin und her, rauf und runter, der Kunstrasen ermöglicht es auch den technisch arg limitierten Spielern, ein paar nette Kombinationen hinzulegen. Einer, er trägt die Nummer 12 auf seinem Trikot, hat gerade drei Gegenspieler genarrt und will nun in den Strafraum eindringen, als ihn ein gegnerischer Beinschlag jäh zu Fall bringt: die authentische Blutgrätsche mal wieder. Er krümmt und windet sich und man weiß, das ist echt, der macht da keine Show, denn es sind keine Fernseh- oder sonstige Kameras auf ihn gerichtet, nur die Augen von echten, authentischen Fußballfans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-UVzWuXvAzac/TeSZpFTlhWI/AAAAAAAAAJM/-kHzDrq0kNQ/s1600/trainerlizenz.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 133px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-UVzWuXvAzac/TeSZpFTlhWI/AAAAAAAAAJM/-kHzDrq0kNQ/s200/trainerlizenz.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5612779966688494946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Für den 12er ist das Spiel vorbei, humpelnd geht er vom Platz. Der Trainer, der im Nebenjob heute auch den Linienrichter gibt (was bedeutet, dass er ohne großen Enthusiasmus eine kleine Fahne hält, mit der er ab und zu winkt und seinen Spielern Zeichen gibt), ist ratlos. Er hat keine Auswechselspieler dabei, es ist der letzte Spieltag und Berolina steht bereits als Aufsteiger fest, da rechnet keiner mit so einer Verletzung. Suchend blickt er sich um, mustert die Spielerfreundinnen und die alten Männer, bis sein Blick auf mich fällt. Er grinst, hebt herausfordernd eine Augenbraue und fragt mich: "Schon mal Fußball gespielt?" Ich nicke. "Worauf warteste dann? Ab in die Kabine, Trikot an und los!", raunzt er mich in herrlich authentischem Fußballtrainer-Duktus an. Was bleibt mir anderes übrig? Schicksalsergeben erhebe ich mich. Die Pflicht, ja, das Vaterland ruft. Ich werde vermutlich schwere Verletzungen davontragen, weil ich weder trainiert noch aufgewärmt bin, aber egal. Schon als kleiner Junge wollte ich bei einem Verein spielen, aber Gymnasiasten nahmen die nicht, nicht authentisch genug, zu sensibel, so dachten die damals. Aber jetzt ist meine Chance da, und ich werde sie nutzen, die Bezirksliga ist nur der Anfang, nächstes Jahr spielen wir ja Landesliga, und ich bin dabei, ich werde eine Riesensaison spielen, ich werde Torschützenkönig, ich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Setz dich mal wieder, Junge. War doch nur 'n Witz. Glaubst du vielleicht, ick wechsel hier einfach irgendso 'nen Heini von der Straße ein? Außerdem haste ja auch noch 'ne Brille auf. So 'ne Interlektellen kann ick hier nich brauchen." Die knarzige Trainerstimme reißt mich unsanft aus meinen Träumen. Schon ist meine Karriere als Torjäger wieder beendet, so schnell geht das manchmal im modernen Fußball.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id="fb-root"&gt;&lt;/div&gt;&lt;script src="http://connect.facebook.net/en_US/all.js#xfbml=1"&gt;&lt;/script&gt;&lt;fb:like href="http://www.berlindependent.com/2011/05/mailand-oder-madrid-hauptsache-berlin.html" send="true" width="450" show_faces="true" font=""&gt;&lt;/fb:like&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-3320893781857437394?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2011/05/mailand-oder-madrid-hauptsache-berlin.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-IW-jxW0_-f8/TeSZCdjtr0I/AAAAAAAAAI8/GWeGxcJu6vQ/s72-c/DSC_0185.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-2775322589091054862</guid><pubDate>Thu, 14 Apr 2011 09:31:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-04-14T12:19:57.503+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Joggen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Fremder</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Jeans</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Regen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Hund</category><title>In vollem Lauf</title><description>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-nMPpG2v7NB0/TabIkjKZ1jI/AAAAAAAAAIc/uf_xl9YHiZM/s1600/regen-pict2423.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 127px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-nMPpG2v7NB0/TabIkjKZ1jI/AAAAAAAAAIc/uf_xl9YHiZM/s200/regen-pict2423.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5595380117294143026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;8 Uhr morgens, die Welt scheint noch in Ordnung zu sein. Es regnet natürlich. Schließlich ist Frühling in Berlin. Da weiß man, worauf man sich einzustellen hat. Macht aber nichts. Unverdrossen sattele ich mein Fahrrad und fahre los. Nach wenigen Minuten erreiche den nahe meiner Wohung gelegenen Sportplatz, wo ich dreimal die Woche joggen gehe. Der Regen hat ein bisschen nachgelassen, es tröpfelt nur noch vor sich hin. Ich stecke mir die Kopfhörer ins Ohr, drehe den Sound auf und ziehe mir die Kapuze über den Kopf. Bei Strom bin ich vorsichtig.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-GZ_NnonRbhk/TabIvYkVCeI/AAAAAAAAAIk/PW02G4Qw1Qs/s1600/A_runner_on_1a74.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 134px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-GZ_NnonRbhk/TabIvYkVCeI/AAAAAAAAAIk/PW02G4Qw1Qs/s200/A_runner_on_1a74.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5595380303428651490" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Nach einigen Runden gehe ich voll und ganz im Laufen auf, meine Füße schlagen den Takt mit, den mir meine Kopfhörer zuknistern, mein Atem geht regelmäßig und mein Kopf ist frei, über alles mögliche nachzudenken, hauptsächlich darüber, wie die scharfe Vietnamesin, die mir gerade im Treppenhaus entgegenkam, wohl ohne ihre engen Jeans aussieht. Beim Laufen denke ich meist entweder an sexuelle Dinge oder an etwas, das mich wütend macht, eklatante Beispiele von Intoleranz oder Dummheit, menschliches Versagen von seiner unschönen und humorfreien Seite. Sex und Wut - zwei Dinge, die mich antreiben. Ich steigere das Tempo. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Als ich bei der zwölften Runde bin und gerade in die letzte der vier Kurven einbiege, sehe ich aus dem Augenwinkel eine Bewegung an der Gittertür, die den einzigen Zugang zum Sportplatz darstellt. Ich schiebe die Kapuze ein wenig beiseite und sehe einen Mann mit Hund den Platz betreten. Eigentlich schätze ich Gesellschaft beim Joggen ja nicht, und Hundebesitzer stehen in meiner Topliste der sympathischen Mitmenschen auch nicht gerade ganz oben, aber ich will ja nicht unhöflich sein und nicke dem Mann unverbindlich zu. Er grüßt zurück, aber obwohl ich aufgrund meines rasanten Tempos nur einen flüchtigen Blick auf ihn werfen und wegen der Kopfhörer nichts hören kann, habe ich doch intuitiv den Eindruck, dass irgendetwas mit dem Kerl nicht stimmt. Egal, ich bin beschäftigt, trapp trapp trapp machen meine Laufschuhe auf dem Tartan, ich biege in die 13. Runde ein. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-3QzValV4jDU/TabI4qRwfKI/AAAAAAAAAIs/v5Vkj0BONCI/s1600/bild230.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 139px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-3QzValV4jDU/TabI4qRwfKI/AAAAAAAAAIs/v5Vkj0BONCI/s200/bild230.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5595380462801419426" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Das Laufen geht jetzt leicht von der Hand bzw. den Füßen. Mein Körper hat sich voll darauf eingestellt, ich gehe ganz im Rhythmus des Laufens, der sich untrennbar mit dem Rhythmus der Musik aus meinem mp3-Player verbunden hat. Schritt, Bumm, Schritt, Bumm, Schritt, Bumm. Ich erreiche einen Zustand, der nahe an Harmonie heranreicht. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt, sogar der Regen trägt seinen Teil dazu bei, indem er die Luft angenehm frisch macht. Herrlich. Ich biege beschwingt in die Kurve ein, noch eine Runde, ich genieße diese letzten Meter.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Plötzlich werde ich unsanft aus meinem Rhythmus gerissen. Der Mann mit dem Köter steht auf einmal mitten in meinem Weg. Ich versuche, ihm auszuweichen, aber er lässt mich nicht vorbei. Unverwandt starrt er mich an. Ärgerlich über die Störung so kurz vor dem Ende will ich ihn einfach beiseite schieben, aber er schlägt meine Hand weg. Sein Hund knurrt mich an. "Was soll denn das?", frage ich wütend. "Was wollen Sie von mir?" Er antwortet nicht, grinst nur höhnisch. "Hören Sie, noch eine Runde, dann bin ich sowieso fertig. Lassen Sie mich vorbei, dann können wir über alles reden", versuche ich, an einen möglicherweise vorhandenen Rest Vernunft bei dem Mann zu appellieren. Stumm schüttelt er den Kopf. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-wlKrt3rXUXY/TabJBZBgLqI/AAAAAAAAAI0/nQa8B1m9Yas/s1600/Hund-traurig-hinter-Gitter.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 138px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-wlKrt3rXUXY/TabJBZBgLqI/AAAAAAAAAI0/nQa8B1m9Yas/s200/Hund-traurig-hinter-Gitter.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5595380612788661922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Jetzt wird es mir zu blöd. Mit einer raschen Körperdrehung mache ich einen Satz zur Seite und gebe dann Gas, laufe mit langen Schritten in Richtung des halbhohen Zaunes, der den Sportplatz umgibt. Der Überraschungsmoment ist auf meiner Seite, in wenigen Augenblicken erreiche ich den Zaun, erklimme ihn mit einigen raschen Handgriffen und springe auf der anderen Seite herunter. Wütend bellt mich der Hund des Mannes, der mir gefolgt ist, durch die Gitterstäbe des Zaunes an. Ich lache ihm ins Gesicht, wohl wissend, dass der Zaun seine Sprungkraft bei weitem überfordert. Sein Herrchen steht immer noch da, wo ich ihn stehengelassen habe. Er schaut nicht mal in meine Richtung. Der Regen wird wieder stärker, aber der Mann macht keine Anstalten, sich ins Trockene zu bringen. Er steht einfach auf der Laufbahn, sein Hund ist wieder zu ihm zurückgekehrt und gemeinsam werden sie vom Regen bis auf die Knochen durchnässt. Mit einem seltsamen Gefühl zwischen Erleichterung und Befremden laufe ich im Trabschritt nach Hause. Mein Fahrrad kann ich auch morgen holen. Wenn es noch da ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2011%2F04%2Fin-vollem-lauf.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;font&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-2775322589091054862?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2011/04/in-vollem-lauf.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-nMPpG2v7NB0/TabIkjKZ1jI/AAAAAAAAAIc/uf_xl9YHiZM/s72-c/regen-pict2423.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-413505811763922618</guid><pubDate>Tue, 08 Mar 2011 10:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-03-08T12:54:57.483+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Brille</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Staub</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Frauen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bücher</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Erstausgabe</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kaffee</category><title>Ein offenes Buch</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-AHNBo2UH69Q/TXYWC7JNVGI/AAAAAAAAAH0/6pOV3kyLADI/s1600/Antiquariat03.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-AHNBo2UH69Q/TXYWC7JNVGI/AAAAAAAAAH0/6pOV3kyLADI/s200/Antiquariat03.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581673027664172130" /&gt;&lt;/a&gt;Es ist neun Uhr morgens, die Sonne scheint, die Vöglein zwitschern...., nein, tun sie nicht, es ist ja auch erst Anfang März. Innerlich beschwingt, doch leicht nervös mache ich mich auf den Weg, der mich, wie die letzten Tage schon, zu einem kleinen Antiquariat in einer scheinbar vergessenen Nebenstraße führt. Eine kleine Glocke leutet, als ich die hohe Holztür mit dem großen Glasfenster darin öffne und den Laden mit angehaltenem Atem betrete. Es riecht nach Staub, altem Papier und Holzpolitur, ein geheimnisvoller, geradezu mythischer Geruch, der mir da in die Nase steigt und mich sogleich betört. Ich befinde mich inmitten von Bücherstapeln, ach was, Büchertürmen, Bücherwolkenkratzern, die überall um mich herum in die Höhe ragen, bis zur Decke und manchmal sogar noch höher, bis sie meinem Blick entschwinden.&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-xNTaKP7DNd4/TXYWNqWW_0I/AAAAAAAAAH8/M0RYJT911Zg/s1600/books_ostrava.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 162px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-xNTaKP7DNd4/TXYWNqWW_0I/AAAAAAAAAH8/M0RYJT911Zg/s200/books_ostrava.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581673212134489922" /&gt;&lt;/a&gt;Buchrücken an Buchrücken an Buchrücken. Nebeneinander, übereinander, gestapelt, aufeinandergelegt. Wieviele Buchstaben sich insgesamt in diesem kleinen Laden wohl befinden, schießt es mir unwillkürlich durch den Kopf. Niemand kann sie zählen, nicht mal schätzen, vermutlich. Viele Buchrücken sind mit Buchstaben beschriftet, die ich gar nicht lesen kann, Fraktur ist noch eine harmlosere Schriftart unter vielen, chinesische, arabische und hebräische Zeichen, selbst Hieroglyphen meine ich zu sehen. Der Ort ströhmt so viel Wissen (oder vermeintliches Wissen, schließlich kann man auch mit hebräischen Buchstaben jede Menge unbelegte Behauptungen niederschreiben) aus, dass ich in Ehrfurcht erstarre. Es herrscht hier eine Atmosphäre, die mich in Demut erstarren lässt.&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Doch ich bin keineswegs wegen der Atmosphäre hier. Die ist höchstens ein angenehmer Nebeneffekt. Der wahre Grund, warum ich nun seit drei oder vier Tagen täglich hierher komme, steigt soeben die kleine Holztreppe, die den hinteren, höhergelegenen Teil des Ladens mit dem vorderen verbindet, herunter. Er, also der Grund, trägt eine dicke Brille, langes braunes Haar, einen schlichten grauen Rock und ist unverkennbar weiblichen Geschlechts. Wie die Tage zuvor beachtet er bzw. sie mich nicht, würdigt mich nichtmal eines Blickes, sondern ist ausschließlich damit beschäftigt, Bücher zu sortieren, einzuordnen oder zu katalogisieren. &lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-US4SHsGf5nE/TXYY8bqjaQI/AAAAAAAAAIU/t0P4x6GxWG0/s1600/head-shot.gif"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 160px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-US4SHsGf5nE/TXYY8bqjaQI/AAAAAAAAAIU/t0P4x6GxWG0/s200/head-shot.gif" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581676214669764866" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich räuspere mich. Keine Reaktion. Ich räuspere mich nochmal, dieses Mal etwas lauter. Sie schaut nicht mal in meine Richtung. Egal, denke ich, dieses Mal gehe ich nicht, bevor ich nicht wenigstens ein paar belanglose Worte mit ihr gewechselt habe. "Weißt du, was ich mich immer gefragt habe", hebe ich an, wobei ich mich erstens wundere, dass ich sie sogleich duze, obwohl wir noch nie miteinander auch nur ein einziges Wort gesprochen haben und zweitens selbst gespannt bin, wie der Satz nach dieser rhetorischen Frage wohl weitergehen wird. Immerhin hat sie den Kopf gehoben und schaut mich das erste Mal tatsächlich an, mit einem Blick, der Belustigung, Verwunderung oder vollkommenes Desinteresse ausdrücken könnte, darüber bin ich mir nicht so sicher. Ich hole kurz Luft und fahre zu meinem Erstaunen mit fester, klarer Stimme fort: "Wie lautet wohl die maskuline Form von 'Regenrinnen'?" Oh mein Gott. Was für ein alberner Scherz! Sie quittiert es mit einem Lächeln, dessen Konnotation mir ebenfalls nicht ganz klar ist und wendet sich wortlos wieder ihren Druckerzeugnissen zu. Mit rotem Kopf verlasse ich den Laden. Das Glöckchen bimmelt hämisch.&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen bin ich wieder. Aus dem gestrigen Fehlversuch habe ich gelernt. Heute bin ich vorbereitet. Als die namenlose Schöne wieder die kleine Treppe herunterkommt, auf dem Arm einen erklecklichen Bücherstapel, da setze ich mein freundlichstes Lächeln auf und frage sie: "Verzeihung, haben Sie zufällig eine Erstausgabe von Thomas Manns "Wälsungenblut"?" Sie zieht die Augenbrauen leicht nach oben (spöttisch oder anerkennend? Oder einfach überrascht?) und zum ersten Mal höre ich ihre Stimme, als sie antwortet: "Nein. Aber ich kann es bestellen." Pause. "Ist aber nicht ganz billig." Erneute Pause. Sie lächelt wieder. "Waren wir nicht schon per Du?" Ich strahle zurück. Das läuft ja besser als erwartet! &lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-KXRKdKiPYdo/TXYW5R3XwUI/AAAAAAAAAIM/M09YUIrbMfU/s1600/1000-Euroschein.png"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 189px; height: 101px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-KXRKdKiPYdo/TXYW5R3XwUI/AAAAAAAAAIM/M09YUIrbMfU/s200/1000-Euroschein.png" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5581673961476309314" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Der Preis spielt keine Rolle", erwidere ich großzügig. Was wird so ein Schinken schon kosten, denke ich dabei. Zur Not leihe ich mir halt wieder einen Hunni von meinem Nachbarn. Die Schöne holt ein Formular aus einer Schublade, die aussieht, als sei sie das letzte Mal geöffnet worden, als Kaiser Wilhelm noch in Amt und Würden war. "Ich brauche aber eine Anzahlung", meint sie. "Kein Problem", sage ich. "Reichen 20 Euro?" - "Leider nicht." Sie lacht. "Ein Drittel des Kaufpreise wäre schon notwendig. Also so etwa 1.000 Euro." Mir stockt der Atem. "Entschuldige", stammele ich. "Ich habe dich wohl falsch verstanden. Wieviel meintest du nochmal?" Das Blut dröhnt in meinen Ohren. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Sie legt ihren Kugelschreiber beiseite. "Das Buch interessiert dich gar nicht, stimmt's?" Ich nicke. Leugnen hat sowieso keinen Zweck. "Du wolltest nur mit mir ins Gespräch kommen und hast deshalb gestern abend im Internet nach raren Erstausgaben gesucht, dabei aber vergessen, dir den Preis anzusehen, stimmt's?" Ich nicke. "Du wolltest eigentlich nur wissen, ob ich trotz deines etwas albernen Scherzes gestern mit dir einen Kaffee trinken gehe, stimmt's?" Ich nicke. Diese Frau ist nicht nur schön, sondern auch noch klug. "Und", frage ich mit neuem Mut, "gehst du?" Sie lächelt. "Wenn du dir das leisten kannst." Wir sehen uns an und lachen. Als wir den Laden zusammen verlassen, klingelt das Glöckchen wieder, aber dieses Mal nicht hämisch, sondern eher voller Verheißung. Ding dong - was 24 Stunden doch ausmachen können. &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2011%2F03%2Fein-offenes-buch.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-413505811763922618?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2011/03/ein-offenes-buch.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-AHNBo2UH69Q/TXYWC7JNVGI/AAAAAAAAAH0/6pOV3kyLADI/s72-c/Antiquariat03.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-4104706722831706551</guid><pubDate>Wed, 19 Jan 2011 10:09:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-01-30T16:09:22.929+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bett</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Stiefmutter</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Nachthemd</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Dornen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rose</category><title>Eine Rose ist eine Rose</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbFFcoAR6I/AAAAAAAAAGU/tBD7vz67m-U/s1600/dornen.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 133px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbFFcoAR6I/AAAAAAAAAGU/tBD7vz67m-U/s200/dornen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563851087036827554" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dornen. Überall Dornen. Mein Messer reicht dafür nicht. Ich ziehe die Machete, die ich von einem bolivianischen Koka-Bauern bei meiner Reise quer durch Südamerika geschenkt bekommen habe, weil ich seine Tochter nicht geschwängert habe, aus meiner Tasche. Damit geht es besser. Konzentriert und verbissen kämpfe ich mich durch die dichten Rosensträucher, die das alte Gemäuer bewachsen - oder bewachen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon von weitem habe ich das verlassene Schloss gesehen. Neugierig, wie ich bin, habe ich meine geplante Route verlassen, um mir das Bauwerk anzuschauen. Beim Näherkommen habe ich festgestellt, dass es über und über mit dichtem, dornigem Rosengestrüpp bewachsen ist. An irgendetwas erinnert mich das, ein altes Lied oder eine vergessene Geschichte, aber egal. Ich bin kein Mann der Vergangenheit, sondern einer der Gegenwart und der darin stattfindenden Tat, also sehe ich zu, wie ich mir einen Weg durch das stachelige Gemüse bahnen kann. Hab ja sonst gerade nicht viel vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbF1kJRXAI/AAAAAAAAAGc/xXwbojjkx_Q/s1600/Rose.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 200px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbF1kJRXAI/AAAAAAAAAGc/xXwbojjkx_Q/s200/Rose.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563851913689127938" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach etwa einer halben Stunde habe ich endlich eine Schneise in das erstaunlich sture Gesträuch geschlagen, die groß genug ist, um hindurchzukriechen. Zu meiner Enttäuschung muss ich aber feststellen, dass ich das dahinterliegende Fenster vom Boden aus nicht erreichen kann, es liegt zu hoch. Zum Glück habe ich in meiner Tasche die ausklappbare Kletterleiter, die mir ein tibetanischer Mönch im nepalesischen Exil einst geschenkt hat, zum Dank dafür, dass ich ihm das neue Hörbuch vom Dalai Lhama gebrannt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbHuELTkZI/AAAAAAAAAG8/4RCo1vVUvoY/s1600/schloss.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 200px; height: 133px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbHuELTkZI/AAAAAAAAAG8/4RCo1vVUvoY/s200/schloss.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563853983871898002" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin drin. Herrlich! Was für ein Gefühl. Bestimmt war seit mehreren Jahrzehnten niemand mehr in diesem Schloss. Dabei ist die Einrichtung noch erstaunlich gut erhalten. Dem Stil der Möbel und Teppiche nach haben hier einst entweder ziemlich exzentrische Leutchen gewohnt oder es steht wirklich seit über hundert Jahren leer. Ein tadellos erhaltener Armleuchter aus purem Gold, dessen Kerzen ich mit den Streichhölzern entzünde, die mir seinerzeit ein bulgarischer Landwirt geschenkt hat, zum Dank dafür, dass ich seine Frau überfahren hatte (ein Versehen, natürlich), spendet mir Licht und ich wandle staunend durch die schier endlosen, ungeheuer prunkvoll ausgestatteten Flure und Gänge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbIb5I5mKI/AAAAAAAAAHE/l0iivgpfJjQ/s1600/himmelbett.jpg"&gt;&lt;img style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px; cursor: pointer; width: 200px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbIb5I5mKI/AAAAAAAAAHE/l0iivgpfJjQ/s200/himmelbett.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563854771182999714" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich komme ich an einer besonders prächtig geschmückten Tür an. Sie ist geschlossen, lässt sich aber mühelos öffnen. Ich betrete ein Gemach, in dem ein rosafarbenes Himmelbett steht. Abgesehen von einer dünnen Staubschicht ist alles so, als wäre das Zimmer bewohnt. Als ich näher an das Bett herantrete, zucke ich erstaunt zurück: Es liegt jemand darin! Ein wunderschönes Mädchen mit blonden Locken und einem kirschroten Mund, das sanft im Schlaf lächelt. Offenbar hat sie gerade einen schönen Traum. Sie sieht so friedlich aus. Ich kann nicht anders, ich beuge mich vorsichtig zu ihr hinunter und küsse sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie schlägt die Augen auf, blinzelt verschlafen und schaut mich dann ganz ruhig an. Meine Gegenwart scheint sie nicht zu beunruhigen. "Da bist du ja endlich", sagt sie nun mit einer hellen, klaren Stimme, die in meinen Ohren wie Musik klingt. "Ich habe so lang geschlafen und darauf gewartet, dass du mich aufweckst." Anscheinend ist sie noch nicht ganz wach, denke ich, als sie plötzlich wie von der Nadel gestochen aus dem Bett springt. "Oh nein, die böse Stiefmutter", ruft sie ängstlich. "Ich höre ihre Schritte, ich erkenne sie am Gang! Schnell, du musst dich verstecken!" Ich habe keine Ahnung, was hier vorgeht, aber ihr Tonfall ist so von Dringlichkeit erfüllt, dass ich keine dummen Fragen stelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbGuXNcdHI/AAAAAAAAAG0/ET1cm7LhpX4/s1600/nachthemd.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 138px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbGuXNcdHI/AAAAAAAAAG0/ET1cm7LhpX4/s200/nachthemd.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5563852889469514866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich blicke mich im Zimmer um, aber es gibt keinen Schrank oder ähnliches. Schon wird die Türklinke von außen heruntergedrückt. Blitzschnell hebe ich das kostbar bestickte Nachtgewand der jungen Dame an und schlüpfe in letzter Sekunde darunter. "Na, Dornröschen", höre ich durch den zum Glück recht dicken Stoff hindurch die kalte Stimme einer älteren Dame. "Endlich ausgeschlafen? Möchtest du vielleicht einen Apfel zum Frühstück?" Die Angesprochene antwortet nicht. Ich spüre, wie sie am ganzen Leib zittert. Außerdem trägt sie nichts drunter, aber für unkeusche Gedanken ist jetzt leider keine Zeit. Kurz entschlossen fahre ich wie vom wilden Affen gebissen unter dem Nachthemd hervor und ramme mit einem filmreifen Sprung der alten Hexe, die das arme Mädchen so ängstigt, mein Messer in die Brust. So bin ich eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erleichtert stürzt mir die Blondgelockte in die Arme. "Danke, danke, danke", stammelt sie und birgt ihr Gesicht an meiner starken Brust. "Du hast mich gerettet. Du bist mein Prinz. Du kannst alles von mir haben, was du willst." Ich streichele ihre Locken. "Gern geschehen", erwidere ich lässig. "Ich würde mich gern erstmal ein bisschen ausruhen. Rosen schneiden macht müde. Das Bett sieht bequem aus - ich glaube, ich könnte jetzt hundert Jahre schlafen."- "Oh, sag das lieber nicht", lächelt meine neue Bekannte, als wir gemeinsam in die weichen Kissen sinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2011%2F01%2Feine-rose-ist-eine-rose.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" style="border: medium none; overflow: hidden; width: 450px; height: 80px;" allowtransparency="true" frameborder="0" scrolling="no"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-4104706722831706551?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2011/01/eine-rose-ist-eine-rose.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TTbFFcoAR6I/AAAAAAAAAGU/tBD7vz67m-U/s72-c/dornen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-3699246660501922458</guid><pubDate>Fri, 10 Dec 2010 15:02:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-12-10T17:22:42.692+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kamin</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Weihnachten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Frauen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Nächstenliebe</category><title>Es weihnachtet sehr</title><description>Der Schnee knirscht unter den Sohlen meiner schwarzen Stiefel und der falsche Rauschebart fängt langsam an zu jucken. Der Schnee rieselt auch schon seit mehreren Stunden, leise zwar, wie sich das gehört, aber unaufhörlich, was zur Folge hat, dass ich schon wieder die Frontscheibe freiwischen muss. So, letzter Kunde, endlich. Jetzt schnell noch einmal das übliche Programm runterrattern ("Sti-hille Nacht...", "Seid ihr auch brav gewesen?", "Ho! Ho! Ho!") und dann ab nach Hause, die sich ankündigende Erkältung mit einem schönen Kräuterschnaps in Zaum halten. Sollen die anderen ruhig Weihnachten feiern - ich hau mich in die Koje und lass den Vater des Christkinds einen guten Mann sein.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJTubZNggI/AAAAAAAAAGI/bFlwBBeFhE8/s1600/weihnachtsmann.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 108px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJTubZNggI/AAAAAAAAAGI/bFlwBBeFhE8/s200/weihnachtsmann.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5549089747966460418" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Dingdong. Schnell noch einmal den Bart zurecht gezurrt, ein fröhliches Lächeln aufgesetzt und los geht's. Sieht ganz schön gediegen aus, das Einfamilienhaus, vor dessen Tür ich nun warte. Nach einigen Augenblicken öffnet eine geschmackvoll gekleidete blonde Mittvierzigerin, die mich aus etwas müden,  Augen zerstreut anblickt. "Ja?", sagt sie fragend, als hätte sie mich nicht bei der Agentur für Weihnachtsmänner bestellt. An sich lehne ich das Konzept des von Coca Cola umfunktionierten Nikolaus ja grundsätzlich ab. Aber der Job ist gut bezahlt und natürlich macht es Spaß, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Außerdem hat es unbestreitbar einen gewissen Reiz, in all die verschiedenen Wohnzimmer zu kommen und einen kurzen Einblick in das Leben der anderen zu erhalten. "Ho! Ho! Ho!", intoniere ich mit gezwungener Heiterkeit. "Ich bin der Weihnachtsmann und habe Geschenke für die braven Kinderlein mitgebracht."&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJPGsNEGRI/AAAAAAAAAFw/oaE1MXfTbSc/s1600/weihnachtsbaum.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 164px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJPGsNEGRI/AAAAAAAAAFw/oaE1MXfTbSc/s200/weihnachtsbaum.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5549084667237636370" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Ihr Blick bleibt undurchdringlich, aber mit freundlicher Stimme bittet sie mich herein. "Können Sie die Schuhe vielleicht ausziehen? Ich habe vorhin erst gewischt", meint sie. Auch wenn ich einen strumpfsockigen Weihnachtsmann noch alberner als einen in Stiefeln finde, leiste ich ihrem Wunsch Folge. Es ist schließlich Heilig Abend. "Soll ich gleich loslegen?", frage ich sie und greife nach meinem nicht mehr ganz so prall gefüllten Sack. "Kommen sie einfach mit", ist ihre unbestimmte Antwort. Ich folge ihr ins Wohnzimmer, wo vor einem lustig flackernden Kamin ein liebevoll geschmückter Weihnachtsbaum steht, zufrieden registriere ich, dass er mit echten, brennenden Kerzen bestückt ist. Der Tisch ist gedeckt, zahlreiche Schüsseln und Töpfe stehen bereit. Nur eines fehlt: Die Empfänger der Geschenke. "Wollen Sie die Kinder jetzt hereinholen?", flüstere ich ihr mit einem verschwörerischen Zwinkern zu. Sie lächelt nur ein wenig müde.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Ich fürchte, es gibt keine Kinder. Meine Tochter ist bereits 20 und feiert mit ihrem Freund. Außer uns beiden ist niemand im Haus", sagt sie und bittet mich mit einer einladenden Geste zu Tisch. "Setzen Sie sich, essen Sie mit mir, trinken Sie mit mir. Schließlich bezahle ich Sie dafür." Ich bin überrascht. Natürlich hat man derlei Geschichten schon gehört, verzweifelte verlassene Hausfrau sucht am Heiligabend etwas Gesellschaft und bestellt sich einen Weihnachtsmann, aber bislang hatte ich solche Stories in das Reich der klassischen Männerphantasie verwiesen. Und nun bin ich plötzlich mittendrin. Vorsichtig setze ich mich und werfe einen Blick auf die aufgetischten Leckereien. Nicht übel, das muss ich sagen. "Haben Sie das alles selbst gekocht", frage ich, um irgendetwas zu sagen. "Natürlich nicht", lacht sie und schenkt mir großzügig Rotwein in mein Glas ein.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Essen schmeckt vorzüglich, der Rotwein ist gut und schwer. Ein oder zwei Stunden später sind wir beide satt, angetrunken und per Du. Ich versichere Susanne gerade zum wiederholten Male, dass ihr Ex-Mann, der sie vor einigen Jahren hat sitzen lassen, ein Arschloch ist (auf den Fotos, die sie mir gezeigt hat, sieht er jedenfalls aus wie eines, außerdem ist er auch noch Zahnarzt), woraufhin sie eine weitere Flasche 61er-Château Latour entkorkt und mir einschenkt. 'Angetrunken' umschreibt meinen Geisteszustand mittlerweile doch nicht mehr ganz angemessen, ich bin einigermaßen voll. Dasselbe könnte man aber auch über Susanne sagen. "Nimm doch endlich mal deinen komischen Bart ab" kichert sie und greift spielerisch danach. "Und wenn du schon dabei bist" - sie schaut mir auf einmal tief in die Augen und ihre Stimme bekommt einen heiseren, fordernden Klang- "mach's dir doch etwas bequemer!"  &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJPYMbLgII/AAAAAAAAAF4/KYyUjfScv78/s1600/Kamin.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 190px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJPYMbLgII/AAAAAAAAAF4/KYyUjfScv78/s200/Kamin.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5549084967944552578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Ich verstehe, worauf sie hinauswill, täusche aber Unverständnis vor. Ihr Ansinnen überschreitet das Kundin-Dienstleister-Verhältnis beträchtlich. Inzwischen ist sie aber so in Fahrt gekommen, dass sie sich von meiner Zurückhaltung nicht abschrecken lässt. Im Gegenteil, sie steht auf, nimmt mich bei der Hand und führt mich zum Kamin, vor dem wir uns niederlassen. In meinem Kostüm fange ich bald an zu schwitzen, der Schweiß rinnt mir von der Stirn. "Siehst du, viel zu warm", grinst sie und fängt an, mich meines roten Gewandes zu entledigen. Bald hat sie mich bis auf die Unterhose entkleidet. Schon schicken ihre geschickten Finger sich an, mich auch dieses Kleidungsstückes zu entledigen, als plötzlich die Tür aufgeht und ein hübsches, etwa 20jähriges Mädchen im Zimmer steht.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJQSGn-8FI/AAAAAAAAAGA/vT1BA_YIFiI/s1600/Zwei_Frauen.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 151px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJQSGn-8FI/AAAAAAAAAGA/vT1BA_YIFiI/s200/Zwei_Frauen.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5549085962820055122" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"Jana", ruft Susanne überrascht aus. "Wo kommst du denn jetzt schon her?" Die so Angesprochene kann sich ob des Anblicks, den ihre mutmaßliche Mutter und ich bieten, ein Grinsen nicht verkneifen. "Mir war kalt, außerdem ist Simon sowieso ein Arschloch und da dachte ich mir, feiere ich lieber noch ein bisschen mit dir, Mama. Aber wie ich sehe, hast du schon Gesellschaft. Da will ich mal nicht stören", meint Jana und macht Anstalten, das Zimmer zu verlassen. Da kennt sie mich aber schlecht. Rasch hefte ich mir den Rauschebart wieder an, was angesichts meines ansonsten fast nackten Zustandes möglicherweise etwas albern aussieht, aber egal. "Bist du denn auch brav gewesen, Jana?", frage ich mit meiner bewährten Donnerstimme. Es funktioniert. Jana dreht sich wieder um und kommt interessiert näher. "Lass doch", meint Susanne etwas nervös. "Wir können doch auch ohne sie weiterfeiern." "Das entspräche aber nicht gerade dem Geist der Weihnacht", entgegne ich sehr bestimmt. Jana stimmt mir eifrig zu und lässt sich nun ebenfalls vor dem Kamin nieder. Ich lege einen Arm um Susanne, den anderen um Jana und schaue zufrieden ins Feuer. "Ich glaube, wir können nun zur Bescherung kommen", murmele ich in meinen Bart. Feiern Mormonen eigentlich auch Weihnachten?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F12%2Fes-weihnachtet-sehr.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=false&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=35" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:35px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-3699246660501922458?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/12/es-weihnachtet-sehr.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TQJTubZNggI/AAAAAAAAAGI/bFlwBBeFhE8/s72-c/weihnachtsmann.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-6130830665689564897</guid><pubDate>Mon, 08 Nov 2010 11:52:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-11-09T13:03:23.867+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Wald</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Nackt</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Göttin</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Jagd</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>See</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Nymphe</category><title>Ich glaub' , ich steh' im Wald</title><description>Es ist mal wieder soweit. Die grauen Betonschluchten der Großstadt haben mich mürbe gemacht. Ich brauche mal wieder eine andere Ausicht als einen von Häuserfassaden verstellten Horizont. Ich brauche mal wieder ein anderes Grün als das von Verkehrsampeln und veralteten Polizeiuniformen. Ich brauche mal wieder Natur. Und wo ist mehr Natur zu haben als im Wald? Unter allen Baumwipfeln ist Ruh', hier riecht es frischem Moos statt nach stinkenden Abgasen, hier sagen sich Fuchs und Hase liebevoll und für uns Menschen unhörbar Gute Nacht. Der Wald, das ist mein Freund.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfxQPYTy6I/AAAAAAAAAFA/DjQqla8AqDQ/s1600/Wald.JPG"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfxQPYTy6I/AAAAAAAAAFA/DjQqla8AqDQ/s200/Wald.JPG" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537159528184007586" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Also keine Minute verschwendet. Ich wende den Wagen, mit dem ich eigentlich gerade zu einem Interview fahren wollte und gebe Gas. Neue Richtung: Brandenburg, die Ostprignitz. Mein Handy schalte ich aus. Mir doch egal, wenn mein Interviewpartner nun einsam und sinnlos im Maritim Hotel herumsitzt. Soll er sich halt mit dem Portier unterhalten. Ich muss raus hier - und das duldet keinen Aufschub, nicht mal die geschätzten vierzig Sekunden, die eine telefonische Absage in Anspruch genommen hätte. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sobald ich die steinernen Wohntürme hinter mir gelassen habe, schlägt mein Herz viel leichter. Unwillkürlich beginne ich, ein kleines Liedchen zu summen, meine Finger trommeln fröhlich auf dem Lenkrad herum. Um mich herum nichts als Landschaft, Wiesen, Felder, Bäume. Ja, Bäume, vor allem Bäume, denn nun bin ich endlich in einem dichten Wald angekommen. Ich parke mein Auto und laufe einfach los, mittenhinein ins verheißungsvolle Dunkelgrün. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfxfL3VzJI/AAAAAAAAAFI/kn2P2rE63S8/s1600/waldsee.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 136px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfxfL3VzJI/AAAAAAAAAFI/kn2P2rE63S8/s200/waldsee.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537159784938458258" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich muss schon seit Stunden unterwegs sein. Vielleicht hätte ich doch etwas zu trinken mitnehmen sollen? Langsam fühlt sich mein Hals etwas trocken an. Doch wer braucht hier schon Volvic? Nur der Kleingläubige. Vor mir öffnet sich unvermutet eine kleine Lichtung, die einen stillen, klaren Waldsee beherbergt. Herrlich. Eine kleine Erfrischung kann nicht schaden. Doch was ist das? Ein leises Plätschern verrät mir, dass ich nicht allein bin. Vorsichtig nähere ich mich dem Ufer, suche Schutz hinter einigen hohen Schilfhalmen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich hatte mit vielem gerechnet, einem Reh vielleicht oder einem Wildschwein, aber nicht damit. Meine erstaunten Augen erblicken eine menschliche Gestalt im Wasser. Lange, blonde Haare glänzen feucht im der Spätnachmittagsonne. Anmutig fallen sie auf einen herrlich gebogenen Rücken. Ich wage kaum zu atmen, als sich das Geschöpf, von dem ein eigenartiger Glanz ausgeht, ein wenig in meine Richtung dreht. Kein Zweifel, der Badegast ist nicht nur weiblich, sondern auch wunderschön. Zwei kleine, aber volle Brüste streifen die Wasseroberfläche.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich bin wie verzaubert. Atemlos verfolge ich die anmutigen Bewegungen der Badenden, die jetzt mit ein paar schnellen Zügen in Richtung Ufer schwimmt, dann aber innehält und sich umsieht. Hat sie mich etwa bemerkt? Nein, hat sie nicht. Jedenfalls planscht sie seelenruhig weiter, lässt ihren schlanken Leib vom Wasser umspielen. Der Anblick lässt in mir Erinnerungen an alte Sagen und Mythen aufsteigen. 'Diese Schöne ist zu schön, um wahr zu sein', schießt es mir durch den Kopf. 'Sie ist keine Sterbliche, sie ist Artemis, die Göttin der Jagd, die sich nach getaner Arbeit beim Bade entspannt'. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfxrrGa35I/AAAAAAAAAFQ/r_jjvguSpUU/s1600/artemis.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 142px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfxrrGa35I/AAAAAAAAAFQ/r_jjvguSpUU/s200/artemis.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537159999481634706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ein durchaus reizvoller Gedanke. Leider fällt mir in diesem Moment ein, was Artemis der Legende nach mit einem sie beim Baden beobachtenden Jungen einst getan haben soll. Sie hat ihn in einen Hirsch verwandelt. Bei aller Liebe zum Wald: Ich will nicht als Wildbraten im nächsten Landgasthof enden. Die Vorstellung schreckt mich auf, ich zucke zusammen und das Schilf raschelt und biegt sich auseinander - ich bin entdeckt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Jetzt ist es auch schon egal. Mit dem Mut desjenigen, der nichts mehr zu verlieren hat, weil er sowieso in Kürze als Hirschgulasch in die ewigen Jagdgründe eingehen wird, erhebe ich mich und springe ins Wasser. Das ewig Weibliche zieht uns hinan, mit ein paar Kraulschlägen erreiche ich die Göttin, die mich überrascht, aber nicht unfreundlich anschaut. "Hallo", sage ich. "Ich weiß schon, dass du als Jagdgöttin sehr auf deine Keuschheit bedacht bist, aber meinst du nicht, du könntest für einen zukünftigen Hirschgulasch eine Ausnahme machen?" Die Göttin bricht in schallendes Gelächter aus. "Ein blöderer Spruch ist dir wohl auf die Schnelle nicht eingefallen, wie?" Bevor ich etwas erwidern kann, umfassen ihre Arme mich und ihr Gesicht nähert sich meinem - auf Lippenlänge. Ganz und gar unkeusch.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mir dämmert etwas. "Bist du vielleicht gar nicht Artemis? Dann bist du wohl eine ihrer Nymphen. Ist deine Herrin denn weit genug weg, dass wir uns hier ungestört vergnügen können?", frage ich listig. Sie antwortet, indem sie mich küsst. Anscheinend hat Artemis heute einen freien Tag. Ich lasse mich nicht lange bitten und erwidere ihre Zärtlichkeiten nun ungeniert. In einem nassen Rausch verschwimmt alles um uns herum.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfx975f43I/AAAAAAAAAFY/sP92hnKIu9g/s1600/Hirsch_Gulasch.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 185px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfx975f43I/AAAAAAAAAFY/sP92hnKIu9g/s200/Hirsch_Gulasch.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537160313228485490" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Später liege ich erschöpft neben ihr am Ufer, im Wasser, das unsere Körper umspielt, glitzern die letzten Sonnenstrahlen. "Ist das Gerede von Göttinnen und Nymphen deine übliche Masche oder spinnst du nur ein bisschen?", will sie wissen. "Du meinst wohl, einer Försterstochter kann man alles erzählen, wie?" Ich lächele schweigend und fahre spielerisch durch ihr nasses Haar. Ob eine schöne Förstertochter wohl auch ein schönes Hirschgulasch kochen kann? Langsam bekomme ich nämlich Hunger. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F11%2Fich-glaub-ich-steh-im-wald.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-6130830665689564897?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/11/ich-glaub-ich-steh-im-wald.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNfxQPYTy6I/AAAAAAAAAFA/DjQqla8AqDQ/s72-c/Wald.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-6588244120817245964</guid><pubDate>Mon, 18 Oct 2010 11:31:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-18T15:02:39.581+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Nackt</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kurzsichtigkeit</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Umkleidekabine</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bikini</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Frauen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Selbstachtung</category><title>Haltung bewahren</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TLxBPzQIetI/AAAAAAAAAEo/-zE4mewp_gk/s1600/Umkleidekabine+4.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 198px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TLxBPzQIetI/AAAAAAAAAEo/-zE4mewp_gk/s200/Umkleidekabine+4.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5529366182215842514" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Herbst fallen nicht nur Blätter, Außentemperaturen und Regentropfen, sondern auch Kleidungsstücke zu Boden, zum Beispiel, wenn man in einem der dafür vorgesehenen Hallenbäder schwimmen geht. Triefend stehe ich in der Umkleidekabine, meine nasse Badehose in der Hand, ein Handtuch um die Hüften und suche mein Kleiderfach. Das ist keine ganz einfache Aufgabe, da meine Augen nicht nur ziemlich kurzsichtig, sondern durch das Chlor auch noch zusätzlich in ihrer Sehfähigkeit eingeschränkt sind. Ah, da haben wir es doch: Nummer 153. Warum passt denn der Schlüssel nicht? Liegt das vielleicht auch am Chlor?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fummele noch etwas ungeschickt an Schloss und Schlüssel herum, als die Tür zur Umkleide aufgeht. Was starren die mich denn so an, denke ich noch, als ein spitzer Überrschaungsschrei mir zu verstehen gibt, dass es sich um weibliche Badegäste handelt. Allerhand! Was machen die denn hier? Und wenn sie sich schon in der Tür geirrt haben, was ich mal höflicherweise annehmen will, obwohl mir im umgekehrten Fall sicher keiner oder vielmehr keine Glauben schenken würde, warum drehen sie sich dann nicht wieder um und gehen, sondern kommen auch noch einfach herein? Dreistigkeit, dein Name ist Weib, oder was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TLxDKIBzWvI/AAAAAAAAAEw/pb9hl2yHDUU/s1600/SilverAZ.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TLxDKIBzWvI/AAAAAAAAAEw/pb9hl2yHDUU/s200/SilverAZ.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5529368283736922866" /&gt;&lt;/a&gt;Sie kommen näher, so nahe, dass auch meine geröteten Augen sie langsam deutlicher erkennen können. Es sind drei junge Frauen, die mich mit einer Mischung aus Überraschung, Ärger und unverhohlener Neugier anschauen. "Na?", spricht mich eine von ihnen, eine Schwarzhaarige mit herausforderndem Blick in einem silbernen Bikini, an. "Bisschen spannen oder was? Schon länger keine nackte Frau mehr gesehen oder wie?" Langsam ahne ich, dass es möglicherweise nicht die drei Grazien sind, die sich in der Tür geirrt haben. "Ich kann das erklären..." fange ich mit selbstbewusster Stimme an, aber genau in dem Moment rutscht mein Handtuch, ich greife danach, bin aber durch die Gesamsituation etwas nervös und fasse daneben, kann nicht verhindern, dass es quälend langsam, immerhn aber mit geradezu schwanengleicher Eleganz, zu Boden gleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese neue Situation ist nicht unbedingt geeignet, meine Nervosität zu senken. Trotzdem bleibe ich äußerlich ganz ruhig. Der Ärger der drei Damen ist mittlerweile eindeutig zugunsten einer spöttischen Neugier gewichen. "Tja, dumm gelaufen, Spanner", grinst die eine, eine üppige Blonde in einem roten Badeanzug und die dritte im Bunde, eine großgewachsene Brunette im blauen Schwimmdress, bückt sich rasch und hebt mein Handtuch auf. "Du hast etwas verloren, Spanner", feixt sie frech. Kühl und sachlich bleibend weise ich sie daraufhin, dass ich kein Spanner sein kann, da a) alle anwesenden Frauen bekleidet sind, b) ich selber nackt bin, c) meine Kurzsichtigkeit ohnehin einen schlechten Spanner aus mir macht und ich d) höflich darum bitte, mir mein Handtuch zurückzugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TLxEmuvMTCI/AAAAAAAAAE4/KmrzJLX11j8/s1600/handtuch.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 182px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TLxEmuvMTCI/AAAAAAAAAE4/KmrzJLX11j8/s200/handtuch.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5529369874675813410" /&gt;&lt;/a&gt;Meinem Wunsch wird jedoch nicht entsprochen. Im Gegenteil, die Brunette wirft mein Handtuch unter dem lauten Gelächter ihrer Freundinnen über die Resopalwand der Umkleidekabine hinweg, endgültig außerhalb meiner Reichweite. Aber immer nur die Ruhe. Ich bewahre Haltung, was angesichts meiner Blöße allerdings reichlich schwerfällt. "Meine Damen", hebe ich an. "Bitte glauben Sie mir, dass dies alles ein unglückliches Mißverständnis ist. Ich hatte nie vor, Ihre Privatsphäre zu stören. Ich war in dem festen Glauben, mich in der Herrenumkleidekabine zu befinden." Ausgiebiges Gekicher, die drei stecken die Köpfe zusammen und tuscheln, während ich weiter Haltung bewahre und versuche, so zu tun, als ob nichts dabei wäre, völlig unverhüllt in der Damenumkleide herumzustehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Na gut, Süßer", richtet die Schwarzhaarige mir das Ergebnis der kurzfristig anberaumten Damenkonferenz aus. "Wir wollen mal nicht so sein. Kann ja sein, dass du wirklich kurzsichtig bist. Also, mach, dass du rauskommst!" Innerlich erleichtert, doch äußerlich unbewegt nicke ich und begebe mich, unter den immer noch neugierigen Blicken der drei, Richtung Ausgang. "Einen schönen Abend noch", verabschiede ich mich mit ausgesuchter Höflichkeit. "Es war mir ein Vergnügen, Sie kennengelernt zu haben." Auf dem Gang hebe ich mein Handtuch auf, als sei nichts gewesen und gürte es um die Hüften. Da geht die Tür zur Damenumkleide nochmal auf, die Schwarzhaarige grinst aus der Tür. "Wenn du das nächste Mal vorher fragst, darfst du gerne wiederkommen", raunt sie mir zu und zwinkert vielsagend. Ich deute eine Verbeugung an. "Herzlich gerne. Auf baldiges Wiedersehen", erwidere ich und gehe mit würdevoller Miene meiner Wege.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F10%2Fhaltung-bewahren.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-6588244120817245964?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/10/haltung-bewahren.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TLxBPzQIetI/AAAAAAAAAEo/-zE4mewp_gk/s72-c/Umkleidekabine+4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-1136137072915815503</guid><pubDate>Wed, 22 Sep 2010 09:29:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:00:54.564+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Liebe</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Eifersucht</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Eigentum</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Frauen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kapitalismus</category><title>Eifersucht - das sind die Anderen!</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnUXn1PxrI/AAAAAAAAAEA/juBBj-dpPIA/s1600/cafe_terrasse.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnUXn1PxrI/AAAAAAAAAEA/juBBj-dpPIA/s200/cafe_terrasse.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519676320613648050" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Seit etwa zehn Minuten sitze ich hier in der Spätsommersonne, die Bedienung hat mir gerade meinen doppelten Espresso gebracht, die neue "Titanic" liegt aufgeschlagen vor mir, ich blättere müßig darin und schaue mir eher die Bilder an als längere, zusammenhängende Texte zu lesen. Blau erstreckt sich der Himmel über mir, und man kann mit Recht behaupten, dass ich gerade einen der eher seltenen Momente im Leben eines modernen, wo nicht postmodernen Menschen erlebe, da ich mich im Einklang mit meiner gerade noch vorhandenen Rest-Natur befinde.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnU3HHvTWI/AAAAAAAAAEI/rPhiqUyVmIo/s1600/18165.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Kurz: Innere Zufriedenheit erfüllt mich. Mein schweifender Blick fällt auf einen neuankommenden Gast, das heißt eigentlich auf eine Gästin. Suchend blickt sie sich um und setzt sich dann an einen freien Tisch, der gerade so nah bei meinem steht, dass ich ihr kastanienbraunes Haar riechen zu können glaube. Zufällig schaut sie in meine Richtung, ihre dunkelbraunen Augen blicken für einen Moment in meine, ihr kleiner, aber voller Schmollmund verzieht sich zu einem kurzen, unverbindlichen Lächeln - und es ist um mich geschehen! Ich muss diese Frau haben. Sie besitzen. Sie darf nur mir gehören, keinen Anderen soll sie eines Blickes würdigen, keinem Anderen zuhören als mir, mir, mir! Mit meiner Ausgeglichenheit ist es vorbei, in meinem Kopf dröhnt das Blut, ich muss mich am Tisch festhalten, um nicht vom Stuhl zu fallen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnVr33XFgI/AAAAAAAAAEQ/AlCBDLMgMZU/s1600/jungmanager.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 180px; height: 130px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnVr33XFgI/AAAAAAAAAEQ/AlCBDLMgMZU/s200/jungmanager.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519677768026494466" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ein weiterer Gast betritt die Szene. Er schaut sich kurz um und geht dann sicheren Schritts zielstrebig auf den Tisch meiner neuen, großen Liebe zu. Selbstzufrieden lachend begrüßt er sie mit Küsschen links-rechts, eine alberne Affektiertheit, die mir schon immer zuwider war, es sei denn, Französinnen, Türkinnen oder Schweizerinnen sind im Spiel, was hier wohl kaum der Fall sein dürfte. Lässig lässt er sich auf einen Stuhl fallen, lehnt sich zurück und streicht sich nachlässig durch sein volles, kräftiges, dunkles Haar. Unwillkürlich fahre ich durch meine strohige, strähnige, eher schüttere Haarpracht - ich hätte mir heute morgen ja auch wirklich mal die Haare waschen können. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ohnmächtig muss ich mit ansehen, wie meine Schöne und der Schönling sich bestens verstehen. Sie lachen viel zusammen, wobei sie ihre strahlend weißen Zähne zeigt, und er sein Haifischlächeln. Dem teueren Anzug und der von jeglichem Selbstzweifel freien Ausstrahlung nach ist er ein skrupelloser Karrierist, der vermutlich Andere für sich arbeiten lässt, sie sicher unter Tarif bezahlt und währenddessen gemütlich in der Sonne sitzt und sich mit schönen Frauen vergnügt. Typisch! Ich will ihm wehtun, ihm eine reinhauen, und dann noch eine, eine links und eine rechts. Meine Faust ballt sich. Mein Espresso ist kalt geworden.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnWoBgW6lI/AAAAAAAAAEY/7FhooQCxSok/s1600/fdp.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 192px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnWoBgW6lI/AAAAAAAAAEY/7FhooQCxSok/s200/fdp.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519678801406519890" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich versenke mich in meine düsteren Gedanken. Ach ja, Besitz. In einer auf Materialismus und Privateigentum aufgebauten Gesellschaft ist es ja kein Wunder, dass wir alles nur für uns haben wollen. Selbstlosigkeit? Teilen? Dazu raten Werbung und die F.D.P. nicht. Aber zur rücksichtslosen Vorteils- und Inbesitznahme, das ja. Das ist gut, das ist erstrebenswert. Frauen wollen genommen werden - und dann behalten. Du bist, was du hast. Oder, auf das Marktsegment "Liebe" übertragen, du küsst, wen du hast. Natürlich exklusiv. Eigentum verpflichtet. Pech nur für den, der nichts oder niemanden hat. Noch nicht mal einen Espresso, der trinkbar wäre. Ich bestelle einen neuen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnW1ft37bI/AAAAAAAAAEg/-sUjagaxKTE/s1600/Smile-gross.jpg"&gt;&lt;img style="text-align: right;float: left; margin-top: 0px; margin-right: 10px; margin-bottom: 10px; margin-left: 0px; cursor: pointer; width: 200px; height: 88px; " src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnW1ft37bI/AAAAAAAAAEg/-sUjagaxKTE/s200/Smile-gross.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5519679032854572466" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mein neuer Feind indes bekommt einen Anruf auf seinem Mobiltelefon. Vermutlich sein Golfpartner, den er gerade warten lässt, denn er sondert herablassend entschuldigende Phrasen ab, winkt der Bedienung, zahlt und verabschiedet sich, natürlich wieder links-rechts. Er ist weg. Meine Schöne schaut ihm hinterher. Sie lacht nicht mehr. Sie lächelt nicht mal. Ist da nicht.... ich kann es kaum glauben, aber doch: Sie runzelt ein wenig die Stirn und schaut ihrem strahlenden Ritter ziemlich verächtlich hinterher. Jetzt bemerkt sie meinen Blick, ruhig schaut sie mich an. Ich hebe fragend die Augenbrauen, sie schnalzt abschätzig mit der Zunge und lächelt, lächelt mich an. Wohlgefühl breitet sich in mir aus: Die Revolution wird auch heute wieder nicht stattfinden, aber es ist an der Zeit für eine kleine Umverteilung. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F09%2Feifersucht-das-sind-die-anderen.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-1136137072915815503?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/09/eifersucht-das-sind-die-anderen.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TJnUXn1PxrI/AAAAAAAAAEA/juBBj-dpPIA/s72-c/cafe_terrasse.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-7524701120036268553</guid><pubDate>Mon, 16 Aug 2010 09:19:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-11-10T12:31:56.897+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Tee</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Küche</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Doppelgänger</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Zeitung</category><title>Doppelt hält besser</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNqCkihFQlI/AAAAAAAAAFg/t5y1HUdzoGs/s1600/badezimmerspiegel.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 188px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNqCkihFQlI/AAAAAAAAAFg/t5y1HUdzoGs/s200/badezimmerspiegel.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5537882256057909842" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für ein Morgen. Ich fühle mich noch total benommen, als ich ins Bad wanke und mir Wasser ins Gesicht spritze, um einen Geisteszustand zu erreichen, der wenigstens entfernte Ähnlichkeit mit dem der Wachheit hat. Nicht, dass es funktioniert. Gähnend schlurfe ich in die Küche, setze türkischen Schwarztee auf und setze mich an meinen kleinen Küchentisch. Draußen regnet es. Auch gut. Kann man wenigstens in Ruhe die Zeitung lesen, ohne dass einen die Sonne blendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geräusche, die aus der Wohung nebenan an mein Ohr dringen, klingen heute so laut, denke ich verwundert. Der Wecker reißt mich aus meinen Gedanken. Der Tee ist fertig. Ich will gerade aufstehen, um die Kanne zu holen, da höre ich laut und deutlich, wie der Wasserhahn in meinem Bad betätigt wird. Das kann doch nicht sein. Ich habe die Nacht alleine verbracht. Wer soll denn da in meinem Bad sein? Träume ich etwa noch? Dann müsste ich jetzt, wo ich mir diese Frage stelle, ja aufwachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nichts dergleichen. Ich wache nicht auf, sondern höre mit wachsendem Entsetzen, wie der Wasserhahn abgedreht wird und sich meiner Küche Schritte nähern. Ein Einbrecher vielleicht? Aber welcher Einbrecher wäscht sich denn in aller Seelenruhe die Hände, bevor er an sein diebisches Werk geht? Während ich noch vor mich hin grübele, kommen die Schritte näher und - mir stockt der Atem - die Küchentür geht auf.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TGkL9vTNOHI/AAAAAAAAADY/Ml9DPK2U1Ms/s1600/caydanlikklassik.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 176px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TGkL9vTNOHI/AAAAAAAAADY/Ml9DPK2U1Ms/s200/caydanlikklassik.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5505945174734092402" /&gt;&lt;/a&gt;Ein Mann schlurft verschlafen herein und blickt sich suchend aus halbgeöffneten Augen um. Schließlich entdeckt er die Teekanne, die ich auf dem Kühlschrank abgestellt habe, anscheinend hat er die gesucht. Er greift zum Paket mit dem Tee, den ich im Türkenladen gekauft habe, und macht Anstalten, die Kanne damit zu füllen. Als er bemerkt, dass die Kanne bereits voll ist, macht er ein erstauntes Gesicht und murmelt Unverständliches in verwundertem Tonfall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst jetzt fällt mir auf, was ich in der ersten Schrecksekunde gar nicht bemerkt habe: Der Mann sieht aus wie ich. Nicht nur annähernd oder beinahe, nein, genauso. Er trägt auch die gleichen Klamotten wie ich, eine dunkelgrüne Unterhose und ein verwaschenes T-Shirt - wüsste ich es nicht besser, würde ich annehmen, dass er gerade aus meinem Bett aufgestanden ist. Mich scheint er gar nicht zu bemerken, er macht sich weiter an der Teekanne zu schaffen. Er leert den bereits fertig gezogenen Tee aus und füllt die Kanne von neuem - offenbar glaubt er, er habe einfach nur vergessen, sie nach dem letzten Gebrauch zu leeren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So kann es nicht weitergehen. Ich muss endlich aktiv werden, ins Geschehen eingreifen, anstatt nur passiv und verschreckt hier herumzusitzen und meinen Doppelgänger dabei zu beobachten, wie er seelenruhig eine neue Ladung Tee aufsetzt. "Hey", spreche ich ihn an. "Was machst du denn hier? Wer bist du und woher kommst du überhaupt? Und wie bist du hier hereingekommen?" Er runzelt ein wenig die Stirn, als ob er über etwas bestimmtes nachdächte, aber er schaut nichtmal in meine Richtung. Hört er mich nicht oder ignoriert er mich etwa? Ich brauche Gewissheit. Meine Schockstarre überwindend stehe ich auf, gehe zu ihm hin und packe ihn am Arm. Er reagiert nicht, kratzt sich nur unwillkürlich an der Stelle, wo ich ihn angefasst habe. Für ihn scheine ich gar nicht da zu sein. Er frühstückt ausgiebig, holt sich die Zeitung aus dem Briefkasten und setzt sich an meinen Computer, wo er beginnt, das Interview, das ich gestern geführt habe, abzutippen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TGkMxFNxrSI/AAAAAAAAADg/VnvFOPtC1Vg/s1600/klonen.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 180px; height: 164px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TGkMxFNxrSI/AAAAAAAAADg/VnvFOPtC1Vg/s200/klonen.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5505946056790224162" /&gt;&lt;/a&gt;Ratlos setze ich daneben. Anscheinend werde ich nicht mehr gebraucht. Jemand anderers hat meinen Platz im Leben eingenommen - was heißt jemand anderes? Er sieht ja genauso aus wie ich, er frühstückt genauso, er liest genauso die Zeitung und nun macht er genauso wie ich sonst meine Arbeit. Mir bleibt bei alledem nur noch die Rolle des unbeteiligten, ja, des unsichtbaren Zuschauers. "Was soll's", denke ich, ergebe mich seufzend in mein Schicksal und setze mich wieder in die Küche. Aus reiner Gewohnheit greife nach der Zeitung, die er (oder ich?) liegengelassen hat und lese die Schlagzeile: "Chinesischer Wissenschaftler will weiterhin Pandabären klonen".&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F08%2Fdoppelt-halt-besser.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-7524701120036268553?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/08/doppelt-halt-besser.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TNqCkihFQlI/AAAAAAAAAFg/t5y1HUdzoGs/s72-c/badezimmerspiegel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-3842381600336818644</guid><pubDate>Tue, 20 Jul 2010 08:40:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:04:30.862+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Regentanz</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Hotpants</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sommer</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Hitze</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Heiß</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sonne</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sonnenschein</category><title>Sommerloch</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TEVq5dE7tlI/AAAAAAAAAC4/SuNKEZGX53s/s1600/hitze.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 120px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TEVq5dE7tlI/AAAAAAAAAC4/SuNKEZGX53s/s200/hitze.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495916455565964882" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nirgends ist der urbane Mensch so einsam wie in der Sommerhitze. Unbarmherzig knallt die Sonne auf den homo transpirensis nieder.Die Straße strahlt Wärme ab wie eine Herdplatte. In den Häuserschluchten regt sich nicht das leiseste Lüftchen. Nur wenige Menschen haben überhaupt einen Grund gefunden, ihre Häuser zu verlassen, vermutlich liegt ihre Wohung auf der Südseite des Hauses. Halb betäubt schleichen sie durch die asphaltierte Steppe. An eine Kontaktaufnahme ist nicht zu denken (und auch an sonst nichts, denn zum Denken braucht man einen kühlen Kopf).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schwitze, obwohl ich mich nur äußerst langsam vorwärts bewege und versuche, den sonnigen Abschnitten aus dem Weg zu gehen (&lt;i&gt;Sunny side of the street&lt;/i&gt;? Am Arsch.). Der Schweiß rinnt mir in mehreren Bächen den Körper hinunter. Da er dies schon seit geraumer Zeit tut, haben sich bereits einige unangenehm klebrige Stellen gebildet. Ich habe vor nicht mal eine halben Stunde kalt geduscht (zum vierten Mal seit dem Aufstehen), aber ich fühle mich schon wieder schmutzig. In diesem Zustand möchte man niemanden umarmen, von längerem körperlichen Kontakt ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TEVrAXFyKFI/AAAAAAAAADA/uVKN5-KPthA/s200/WhiteHotpants2.jpg" style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 179px;" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495916574218004562" /&gt; Zwei Mädchen kommen mir entgegen, sie haben kaum ein Stück Stoff am Leib. Beide tragen enge weiße Hotpants, die eine ein trägerloses schwarzes Oberteil, die andere ein tief ausgeschnittenes, ärmelloses Top. Beide sind von der Hitze gezeichnet, ihre Nasen glänzen, ihre nackten Beine tragen sie ohne Anmut über den glühend heißen Gehweg. Ausdruckslos mustere ich sie durch meine Sonnenbrille, ihr Anblick löst in mir rein gar nichts aus. Die Vorstellung, eine von ihnen (oder beide) der wenigen noch verbliebenen Kleidungsstücke zu entledigen, weckt in mir keinerlei Begeisterung oder auch nur Interesse. Lediglich den dumpfen Gedanken: Viel zu anstrengend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich sind die Sommernazis schuld an diesem ganzen erbärmlichen Zustand, die Sonnentaliban, die bei erträglichen 25° noch frech daher meinen, es könne ruhig noch etwas wärmer sein. Jetzt, wo das Quecksilber im Thermometer unerbittlich Richtung 40° steigt, wollen sie es natürlich wieder nicht gewesen sein. "Das haben wir so nicht gewollt", stammeln sie, wie ertappte Stasi-Schergen oder NSDAP-Wähler. Aber es ist zu spät. Jetzt haben sie den Salat. Wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TEVrRXyoCgI/AAAAAAAAADI/mvdFXpYZP_k/s1600/01+Unwetter_Blitz1.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 171px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TEVrRXyoCgI/AAAAAAAAADI/mvdFXpYZP_k/s200/01+Unwetter_Blitz1.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5495916866463861250" /&gt;&lt;/a&gt; Da plötzlich ein Geräusch! Ein leises Grollen von oben! Ein Flugzeug vielleicht? Nein, Donner! Donnerwetter - ein Gewitter käme jetzt gerade recht. So ein schöner frischer Starkregen, der die Luft um etwa zehn bis fünfzehn Grad abkühlt. So in etwa sieht im Moment meine Vorstellung von Erlösung aus. Der Donner wird lauter, auch Blitze sieht man schon zucken. Gleich muss der erste Tropfen fallen, er muss einfach! Ich kann nicht länger warten, es muss etwas geschehen. Mit letzter Kraft streife ich mir mein Hemd über den Kopf, öffne meinen Gürtel, lasse meine Hose herunter, ziehe schließlich auch die Unterhose aus und beginne ohne lange nachzudenken mitten auf dem Bürgersteig zu tanzen. Wie verrückt stampfen meine nackten Füße auf den heißen Boden, wie entfesselt schwenken meine Arme durch die schwüle Luft, mein Kopf kreist, als sei ich vom Teufel besessen. Gleich muss der erste Tropfen fallen, gleich....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Donner wird leiser, die Blitze ziehen weiter. Kein Tropfen ist gefallen, nicht ein einziger. Es ist noch heißer als vorher. Die wenigen Passanten, die vorbeikommen, versuchen, nicht weiter auf den nackten Mann mit dem rotgeschwitzten Gesicht zu achten, der da etwas verloren auf dem Bürgersteig herumsteht. Sie lachen mich noch nicht mal aus: Viel zu anstrengend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F07%2Fsommerloch.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-3842381600336818644?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/07/sommerloch.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TEVq5dE7tlI/AAAAAAAAAC4/SuNKEZGX53s/s72-c/hitze.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-1242022373679687353</guid><pubDate>Mon, 21 Jun 2010 20:31:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:05:41.720+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>fettarm</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Dummheit</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Frauen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Schamhaare</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kosmetikindustrie</category><title>Zurück zur Natur</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TB_V6s-gaCI/AAAAAAAAACQ/EY9Nwz5hwug/s1600/tasskaff.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TB_V6s-gaCI/AAAAAAAAACQ/EY9Nwz5hwug/s200/tasskaff.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5485338075643013154" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gestern war ich bei Natalie auf ein Tässchen Kaffee eingeladen. "Auf ein Tässchen Kaffee" ist natürlich die verklausulierte Version von "Ich finde dich gut, komm vorbei und wir schauen mal, was alles passiert", und da die Einladung auf ihre Initiative zurückging, ist auch klar, wer hier wen "gut findet". Ich selber hatte gar keine so genaue Erinnerung an Natalie, die ich eher unter "flüchtige Bekannte" als unter "Zaubermaus" führe, aber da mir gerade langweilig gewesen war, nahm ich die Einladung an. &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Schon als sie die Tür öffnete, erinnerte ich mich wieder. Natalie war jene dünne, ja, geradezu knochige Dunkelhaarige, die mich bereits einmal unter einem ähnlichen Vorwand, allerdings zusätzlich entschlossen betrunken, in ihr Quartier gelockt und dort zu den Klängen einer Diana Ross-Aufnahme tatsächlich recht bald alle Hemmungen sowie Textilien fallen gelassen hatte. Dabei hatte sich leider herausgestellt, dass sie nicht nur sehr, sehr dünn, fast knochig war, sondern auch, dass sie kein einziges Schamhaar ihr Eigen nannte bzw. nennen wollte. Da halfen auch die drei großzügig eingeschenkten Vodka Orange nichts, mit ihren kaum vorhandenen Rundungen und dem haarlosen Schambereich sah Natalie aus wie ein 11jähriges Mädchen. Unverrichteter Dinge verließ ich damals die Wohnung unter einem in meinen Bart gemurmelten Vorwand.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nun war ich also wieder hier. Erwartungsfroh grinste Natalie mich an, ich griente schief zurück und folgte ihr einigermaßen betreten in ihre Küche, wo der kleine Kaffeetisch schon gedeckt war. Ich ließ mich auf einen Stuhl fallen, griff in meine Hemdtasche und zog eine Schachteln Zigaretten heraus, zweifellos in der Absicht, mir erstmal eine anzustecken, um lässig den Rauch ausatmen und bedeutungsschwanger mit der brennenden Kippe herumwedeln zu können (auch wenn Natalie auf mich keine Anziehung auswirkte - eitel bin und bleibe ich trotzdem immer). Doch da folgte schon der erste Schock: Ein spitzer Schrei Natalies tat mir eindeutig kund, dass Rauchen in ihrer Wohung nicht nur unerwünscht, sondern glatt verboten war. Seufzend fügte ich mich in mein Schicksal. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TB_X2TUxvYI/AAAAAAAAACo/ezCMXLv_W1k/s1600/Haltbare,+fettarme+Milch.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 133px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TB_X2TUxvYI/AAAAAAAAACo/ezCMXLv_W1k/s200/Haltbare,+fettarme+Milch.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5485340199060880770" /&gt;&lt;/a&gt; Das nächste Ärgernis ließ nicht lange auf sich warten. Zu einem Milchkaffee, wie ich ihn gerne trinke, gehört mit einiger Sicherheit Milch, und eine solche stand auch ordnungsgemäß auf dem Tisch, das heißt, leider eben eigentlich doch nicht. Vielmehr stand dort ein Erzeugnis, das sich "fettarme Milch" nennt, zu etwa gleichen Teilen aus Wasser und weißer Farbe besteht und nach nichts schmeckt. Spöttisch fragte ich Natalie, ob sie ihr Bier auch mit Wasser verdünne, aber die blöde Kuh kapierte gar nicht, wovon ich sprach.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Egal. Der Milchersatz ohne Geschmack und Stil (selbstverständlich im Tetrapak, nicht, wie es sich gehört, in einer Glasflasche) war schnell vergessen, denn zum immerhin akzeptablen Mehrkornbrot reichte Natalie allen Ernstes Margarine, keine Butter. Mein Vortrag über ungesättigte Fettsäuren und die glasklare Überlegenheit der wunderbaren, natürlichen Butter über die dumme und fiese Margarine stieß bei Natalie auf taube Ohren. Sie war das Opfer eines schrecklichen Zeitgeists: Zucker, Kohlenhydrate und Fett hielt sie für Teufelszeug, nicht ahnend, dass man ohne den Teufel nicht leben kann. Annehmbar erschienen ihr hingegen von hinterlistigen Nahrungskonzernen erdachte, minderwertige Diätprodukte, die in denselben Labors entstanden sind, in denen einst Frankenstein erschaffen wurde. Ich sah: das Grauen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Natalies Gesprächsthemen waren kaum geeignet, mich auf andere Gedanken zu bringen. Nachdem sie einem mittelkurzen Referat über ihren von der perfiden Gehirnwäsche der Kosmetikindustrie erzeugten Ekel vor jeglicher Körperbehaarung eine ebenso unersprießliche Erörterung ihrer Abneigung gegen natürliche Geruchsausdünstungen folgen ließ, wollte sie gerade zu einem Plädoyer für das inhumane Verbrechen namens Schönheits-OP ansetzen, das sie ohne einen Anflug von Ironie für einen Bestandteil der menschlichen Selbstbestimmung hielt (tatsächlich ist natürlich exakt das Gegenteil der Fall), als es mir eindetutig zu bunt (bzw. zu lebens- wie menschenfeindlich) wurde und ich ihre Wohnung genauso verließ wie das letzte Mal: Hastig und unter einem in den Bart germurmelten Vorwand. &lt;/div&gt; &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TB_YJEbACYI/AAAAAAAAACw/AIZBzLSaq60/s1600/brusthaar.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TB_YJEbACYI/AAAAAAAAACw/AIZBzLSaq60/s200/brusthaar.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5485340521477966210" /&gt;&lt;/a&gt;Da sie dieses Mal nicht betrunken war, gab sie nicht sofort kampflos auf. Sie grabschte nach meinem Hemdkragen, bekam ihn auch zu fassen und krallte ihre Finger mit einem triumphierenden Grinsen in den weichen Stoff. doch da fiel ihr Blick auf meine prächtig entwickelten Brusthaare. Das Blatt hatte sich gewendet. Kraftlos sanken ihre Hände herab, alle Farbe wich aus ihrem schmalen Gesicht und sie konnte nur in stummer Verzweiflung den Kopf schütteln. Einem echten, lebendigen Menschen war dieser haar-, geruchs- und fettarme Cyborg eben nicht gewachsen. Stolz und in stummem, aber bewundernden Andenken an meine affenähnlichen Ur-Ur-Urahnen verließ ich ihr Labor ohne mich noch einmal umzudrehen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F06%2Fzuruck-zur-natur.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-1242022373679687353?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/06/zuruck-zur-natur.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TB_V6s-gaCI/AAAAAAAAACQ/EY9Nwz5hwug/s72-c/tasskaff.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-7284710774171701310</guid><pubDate>Fri, 28 May 2010 12:07:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:06:43.769+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Traum</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Mai</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sonne</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Urlaub</category><title>Einmal Glück und zurück</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S_-4lcsGXqI/AAAAAAAAAB4/tBOF_drACqM/s1600/S-Bahn_Berlin_Baureihe_485.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S_-4lcsGXqI/AAAAAAAAAB4/tBOF_drACqM/s200/S-Bahn_Berlin_Baureihe_485.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476298625401642658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Komisch. Die S-Bahn spinnt wohl mal wieder, denke ich. Vor einigen Minuten habe ich am Bahnhof Landsberger Allee mein Buch aufgeschlagen (natürlich ein Klassiker der Weltliteratur, könnte ja sein, dass mich jemand sieht, der bzw. die gut aussieht). Inzwischen habe ich um die 30 Seiten gelesen, aber der Zug hat gar nicht angehalten. Ich merke das daran, dass ich meine Lektüre nicht unterbrochen habe, denn bei jedem Halt hebe ich automatisch den Blick von den Seiten mit den vielen Buchstaben und mustere beiläufig die Zusteigenden. &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich schaue aus dem Fenster. Reibe mir erstaunt die Augen. Schaue noch einmal. Kein Zweifel, ich muss schlecht geschlafen haben. Oder zu gut. Was da draußen vor dem Fenster vorbeizieht, ist nicht die deutsche Hauptstadt, noch nicht einmal deren angeschlossene landwirtschaftliche Nutzfläche, also das schöne Brandenburg. Unter einem strahlend blauen Himmel erstrecken sich endlos scheinende Sandstrände, in der lustig lachenden Sonne glitzert tiefblauer Ozean. Bin ich an der Ostsee gelandet, an die ich nun seit Jahren schon mal einen Ausflug machen will, der bisher allerdings im Stadium einer Idee verharrt? Möglicherweise ist der Zug aufgrund irgendeines unverständlichen technischen Fehlers auf ein falsches Gleis geraten. Aber auch diese, aufgrund der vergangenen bzw. eben nicht vergangenen Zeit ohnehin extrem unwahrscheinliche Variante scheidet aus. Denn seit wann recken sich an der Ostsee Palmen in den Himmel, an denen auch noch Bananenstauden prangen?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S_-4u3BqaJI/AAAAAAAAACA/n0kiWoYek0A/s1600/palmenstrand.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S_-4u3BqaJI/AAAAAAAAACA/n0kiWoYek0A/s200/palmenstrand.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476298787090229394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Ich schaue mich im Wagen um, ob jemand da ist, mit dem ich meine Eindrücke teilen kann. Niemand. Ich bin der einzige Fahrgast. Der Zug wird jetzt langsamer, wir passieren ein kleines Dörfchen, dessen Bewohner dicht am Wasser gebaut haben. Kleine, weiße Häuschen im Schatten von Palmen, ein paar buntgekleidete Kinder stehen an den Gleisen und winken fröhlich. Ich winke zurück. Meine anfängliche Verwunderung ist inzwischen einer wachsenden Heiterkeit und Freude gewichen. Ungehindert von grauen Mauern oder Wolken schweift mein Blick unstet umher, erblickt hier ein paar exotische Vögel, dort eine kleine, der Küste vorgelagerte Insel.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wenn ich jetzt mein Badezeug dabei hätte, wäre alles perfekt, denke ich. Allerdings macht mir dieser Mangel auch keine allzugroßen Sorgen. Schließlich kann diese perfekte, harmonische Landschaft nur das Paradies, der gute, alte Garten Eden sein. Und da war ja sowieso FKK angesagt. Ich schiebe die Fensterscheibe herunter, würzige, aromatische Düfte strömen herein. Ich schließe verzückt die Augen, schnuppere und genieße. Das warem Sonnenlicht streichelt mein Gesicht, ich bin ganz bei mir, ganz im Hier und Jetzt. Die Vergangenheit entschwindet meiner Erinnerung und eine etwaige Zukunft interessiert mich nicht. Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S_-5NZvrrOI/AAAAAAAAACI/pvgusO1mJTo/s1600/schlechtes_wetter.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 120px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S_-5NZvrrOI/AAAAAAAAACI/pvgusO1mJTo/s200/schlechtes_wetter.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5476299311806131426" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;Plötzlich ein Knacken, eine Durchsage. Welche Sprache hier wohl gesprochen wird, überlege ich lächelnd mit geschlossenen Augen. Die Antwort folgt sogleich, so monoton wie unverbindlich im Ton: "Nächste Station: Greifswalder Straße. Ausstieg links." Ich öffne irritiert die Augen und sehe: Grau. Mauern. Wolken. Berlin im Mai 2010. Der Zug hält, die Türen öffnen sich, ich stolpere verwirrt auf den Bahnsteig und werde von einem breitschultrigen Glatzkopf, der an mir vorbeiläuft, beiläufig angerempelt. "Pass doch uff!", raunzt er mich an. "Dieser Zug endet hier", verkündet der Lauptsprecher. Kein Zweifel, ich bin wieder zuhause. Bitte alle aussteigen.  &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F05%2Feinmal-gluck-und-zuruck.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowtransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-7284710774171701310?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/05/einmal-gluck-und-zuruck.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S_-4lcsGXqI/AAAAAAAAAB4/tBOF_drACqM/s72-c/S-Bahn_Berlin_Baureihe_485.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-1075119076732647368</guid><pubDate>Thu, 29 Apr 2010 09:44:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:07:52.225+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kultur</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Geschlechtsorgane</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Vietnam</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Dialog</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Schmetterling</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Essen</category><title>Dialog der Kulturen III</title><description>"Einmal die Sommerrollen, bitte", teile ich dem wie immer freundlich lächelnden vietnamesischem Kellner meinen Essenswunsch mit. Zufrieden mit meiner ausgezeichneten Wahl lasse ich meinen Blick müßig über die drei oder vier Sitzbänke vor dem kleinen Lokal schweifen und ergehe mich in erwartungsvoller Vorfreude auf die bevorstehenden kulinarischen Genüsse. Unwillkürlich beginne ich, ein kleines Lied vor mich hin zu summen.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S9lt1eCa7uI/AAAAAAAAABg/94I9uEnFet8/s1600/sommerrollen.png"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S9lt1eCa7uI/AAAAAAAAABg/94I9uEnFet8/s200/sommerrollen.png" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465520388154519266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Zufällig fällt mein Blick auf den Jungen, der sich vor kurzem schräg gegenüber am selben Tisch niedergelassen hat. Auch er lächelt, wie der Kellner, dem er ohnehin recht ähnlich sieht, was möglicherweise an seiner unübersehbar asiatischen Herkunft liegen könnte. Ich erwidere das Lächeln. Ein Welt, in der es Sommerrollen mit Minzfisch-Sauce gibt, kann nur eine gute sein. Meine freundliche Reaktion scheint ihn zu ermutigen, denn nun rutscht er ein wenig näher zu mir, ohne das Lächeln dabei einzustellen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Haben Sie die Sommerrollen bestellt?", fragt er mich mit einem etwas drolligen Akzent, den ich fachmännisch als vietnamesisch zu identifizieren glaube. Ich nicke unverbindlich, schließlich bin ich zum Essen hier, nicht, um Bekanntschaften zu schließen. "Aber es ist doch erst Frühling", versetzt der grinsende Vietcong nun. Dem kann schwerlich widersprochen werden. Ist es nur Einbildung oder ist sein zuvor ausgesucht liebenswürdiges Lächeln dabei plötzlich einen Tick frecher und spöttischer geworden? Schwer zu sagen. Durch eine leichte Verbreiterung meines Grinsens, das mir langsam aber sicher den Kiefer einfrieren lässt, signalisiere ich, dass ich seinen kleinen Witz verstanden habe. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S9lvUYr2UMI/AAAAAAAAABw/SEo6-kDiZsU/s1600/Young-smiling-asian-man-745813.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 133px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S9lvUYr2UMI/AAAAAAAAABw/SEo6-kDiZsU/s200/Young-smiling-asian-man-745813.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465522018805240002" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Das hat zur Folge, dass er noch ein bisschen näher heranrückt. Was soll's, denke ich mir, irgendwie muss die Wartezeit ja ohnehin überbrückt werden. Die Themengestaltung des sich anbahnenden Gesprächs überlasse ich getrost ihm. Nach ein paar einleitenden Plänkeleien geht der furchtlose Asiate aufs Ganze: "Hast du eine Freundin?" fragt er mit einer etwas überraschenden Distanzlosigkeit, die so gar nicht zu seinem Dauerlächeln und der förmlichen Höflichkeit passen will, die er sonst an den Tag legt. "Nein", lüge ich, weil ich wissen will, worauf er hinauswill. Seine Grinsen wird jetzt eindeutig spöttischer. "Warum nicht?", setzt er nach. "Schwul?" &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nun bin ich ein aufgeklärter Westeuropäer, für den es selbstverständlich weder beleidigend noch ehrenrührig ist, für schwul gehalten zu werden. Trotzdem bin ich nunmal nicht schwul, war es auch noch nie, weswegen ich die dreiste Unterstellung meines neuen Bekannten etwas enervierend finde. Trotzdem kann ich ihm schlecht böse sein, sein Lächeln ist jetzt nämlich wieder so arglos wie ein Lächeln nur sein kann. Also lache ich souverän über seine scherzhafte Frage und freue mich weiter auf meine Sommerrollen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S9luFsr6k9I/AAAAAAAAABo/MwJGbgWvd7g/s1600/s_schwalbenschwanz.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 148px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S9luFsr6k9I/AAAAAAAAABo/MwJGbgWvd7g/s200/s_schwalbenschwanz.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465520666964562898" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen ist Hung (unter diesem Namen hat er sich mir mittlerweile vorgestellt) bei noch delikateren Themen angekommen. Gerade erklärt er mir, dass es im vietnamesischen Sprachgebrauch üblich ist, das weibliche Geschlechtsorgan als Schmetterling, das männliche hingegen als Vogel zu bezeichnen. "Das ergibt ja auch Sinn", rufe ich mit plötzlichem Interesse aus. "Vögel fressen ja gerne Schmetterlinge." Hung macht eine kurze Kunstpause, bevor er mit unerbittlicher Logik und einem weiterhin strahlenden Lächeln (jetzt wieder mit einigen spöttischen Einsprengseln) einwendet: "Also, eigentlich frisst ja in diesem Fall eher der Schmetterling den Vogel." &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich gebe mich lachend geschlagen. Der Kellner bringt das Essen und beim ersten Biss wird mir klar: Ein Volk, das Sommerrollen erfunden und anstelle derber Vokabeln wie Fotze und Schwanz zu poetischen Vergleichen aus dem Tierreich greift, wenn es um nicht unwesentliche Körperteile geht, kann man weder hassen noch besiegen (letzteres können auch unsere amerikanischen Verbündeten bestätigen). Man kann es nur lieben und bewundern, verehren gar. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F04%2Fdialog-der-kulturen-iii.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-1075119076732647368?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/04/dialog-der-kulturen-iii.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S9lt1eCa7uI/AAAAAAAAABg/94I9uEnFet8/s72-c/sommerrollen.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-8218373263010855893</guid><pubDate>Sun, 28 Mar 2010 11:25:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:09:05.764+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Mensch-Maschine</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Roboter</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Paranoi</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Park</category><title>Die Mensch-Maschine</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69DpfoID7I/AAAAAAAAAAo/JkYYulF3430/s1600/vl_friedrichshain_pa_74121b.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 134px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69DpfoID7I/AAAAAAAAAAo/JkYYulF3430/s200/vl_friedrichshain_pa_74121b.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453652053912457138" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze jetzt seit etwa einer halben Stunde auf der Bank im Volkspark Friedrichshain und habe soeben festgestellt, dass das Mädchen, das sich vor einigen Minuten neben mich gesetzt hat, ein Robot ist. Oder eine Roboterin? Nun, jedenfalls ist sie kein menschliches Wesen aus Fleisch und Blut wie die meisten von uns, sondern eine Maschine, ein aus Drähten und Kabeln zusammengesetztes, künstlich intelligentes Konstrukt. &lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wie ich das festgestellt habe? Nun, durch nüchterne, klarsichtige Beobachtung. Wie denn sonst? Ein weniger rationaler Zeitgenosse hätte sich vielleicht von ihren haselnussbraunen Augen täuschen lassen, aus denen so viel Wärme zu strömen scheint, oder von den drallen Brüsten, die sich unter ihrem engen T-Shirt abzeichnen. Männer fallen auf so etwas ja gern herein. Nicht so ich. Ich blieb trotz dieser optischen Schlüsselreize und der milden Frühlingsluft ungeachtet der kühle Analytiker, der ich bin und habe "sie" durchschaut. Ha!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; Denn als sie sich mit einem unverbindlichen Lächeln in meine Richtung setzte, da hörte ich ganz deutlich das Quietschen ihrer Gelenke. Vielleicht braucht sie ja mal wieder ein wenig Öl. Vielleicht muss auch ein Ersatzteil ausgetauscht werden. Was weiß ich, ich bin ja kein Techniker. Meine technische Begabung ist derart gering ausgeprägt, dass sie sich in der Fähigkeit, die Batterien  einer Fernbedienung auszuwechseln, vollends erschöpft. Aber mein Gehör funktioniert ausgezeichnet.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69EkLC842I/AAAAAAAAABA/CBjIKMf26aM/s1600/V6T-Maschine.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 190px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69EkLC842I/AAAAAAAAABA/CBjIKMf26aM/s200/V6T-Maschine.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453653062000108386" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69D01b8u1I/AAAAAAAAAAw/Ra-i4JvLZ0I/s1600/V6T-Maschine.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt; Da war das Quietschen schon wieder. Dieses Mal hat sie sich gar nicht bewegt, zumindest nicht für mein langsames, menschliches Auge erkennbar. Aber man weiß ja, dass diese Roboter verflucht flink sind. Unsereiner kriegt gar nichts mit, während die Blechbrüder mal eben einen ganzen Straßenzug in Schutt und Asche legen. Das kann man jeden Tag im Fernsehen lernen. Vermutlich hält sie mich für naiv und leicht zu täuschen, wegen meines treuherzigen Blickes. Aber der ist freilich nur Fassade, mich täuscht sie nicht, nein, das wäre ja noch schöner. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Offenbar haben ihr ihre Sensoren gemeldet, dass ich sie enttarnt habe, denn nun geht sie zum Gegenangriff über. Sie schenkt mir ein strahlendes Lächeln, das täuschend echt wirkt und lässt irgendeine banale Bemerkung über den Frühling fallen, der sein blaues Band... und so weiter, ich höre kaum hin, mein Herz klopft: Die Androidin hat mich durchschaut. Meine Augen flitzen hin und her. Ich muss weg.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nur nichts anmerken lassen! Mit äußerster Beherrschung zwinge ich mich, zurückzulächeln und sogar selbst eine banale Bemerkung über das Wetter fallen zu lassen. Sie merkt nicht, dass ich merke, dass sie was gemerkt hat, schießt es mir durch den Kopf und ich fühle Triumph in mir aufsteigen. Die Menschmaschine hat keine Chance gegen den klugen menschlichen Geist, die unbestechliche, unveräußerliche menschliche Seele, groß ist der Mensch, ich-&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt; &lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69FGaC9_FI/AAAAAAAAABI/Q-VTy9adO8o/s1600/27poll2.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 123px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69FGaC9_FI/AAAAAAAAABI/Q-VTy9adO8o/s200/27poll2.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453653650142264402" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich erwache neben der Bank, mehrere besorgte Gesichter beugen sich über mich. "Keine Ahnung, eben haben wir noch geplaudert, und plötzlich ist er von der Bank gefallen", höre ich eine Stimme sagen, es klingt wie von ganz weit her. Verdammt, sie hat doch was gemerkt und mich mit ihrem Neutronenstrahl oder sowas außer Gefecht gesetzt. Das Spiel ist aus, ohne Gegenwehr lasse ich mich auf eine nahegelegene Wiese legen. Ich ergebe mich der Herrschaft der Maschinenmenschen. Wenigstens haben sie schöne Augen. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F03%2Fdie-mensch-maschine.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-8218373263010855893?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/03/die-mensch-maschine.html</link><author>noreply@blogger.com (Hagen Orschel)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/S69DpfoID7I/AAAAAAAAAAo/JkYYulF3430/s72-c/vl_friedrichshain_pa_74121b.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-2931970228060679394</guid><pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:57:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:10:12.082+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Pasolini</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kino</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Unbekanntes</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sex</category><title>Im falschen Film?</title><description>Hastig eile ich durch den Kinosaal. Die Lichter gehen gerade aus, die Werbung ist vorbei und der Hauptfilm beginnt in wenigen Augenblicken, &lt;em&gt;the movie will beginn in five moments&lt;/em&gt;, wie Jim Morrison mal gesagt hat. Hektisch suche ich nach einem freien Sitzplatz in strategisch günstiger Lage, also nahe am Gang (für etwaige Klobesuche), ohne allzugroße Vorderleute und in perfekter Nähe respektive Ferne zur Leinwand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YacgPCJpI/AAAAAAAAAAM/ywiPmlcxIgA/s1600-h/kinosaal.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="150" src="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YacgPCJpI/AAAAAAAAAAM/ywiPmlcxIgA/s200/kinosaal.JPG" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;In Reihe 8 ist noch ein Platz frei, der diese Anforderungen erfüllt, erleichtert sinke ich in den Sessel. "Da bist du ja, Frank", raunt meine Nebensitzerin mir zu. Ich heiße nicht Frank. Aber das ist jetzt egal, der Film hat angefangen und während der Vorstellung rede ich nie, kein Wort. Das tun Cineasten nämlich nicht, nur diese Barbaren mit ihren Chipstüten, Popcorneimern und 1-Liter-Cola-Kübeln, die vermutlich in billige Komödien oder lahme Actionfilme strömen - ich weiß es nicht, bin auf Vermutungen angewiesen, da ich selbstverständlich nur echte Filmkunst sehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Völlig im Bann des italienischen Schwarz-Weiß-Films aus den 60ern, der über die Leinwand flimmert, merke ich zunächst gar nicht, dass sich die Hand meiner Nebensitzerin auf meinen Oberschenkel gelegt hat. Ich achte nicht weiter auf ihre plumpen und höchstwahrscheinlich irrtümlichen Annäherungsversuche, die wohl nicht mir, sondern Frank gelten, und konzentriere mich ganz auf die Bildsprache des großen Pasolini.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YapTXrGzI/AAAAAAAAAAU/KQbTYt5GxF0/s1600-h/arthaus.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="58" src="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YapTXrGzI/AAAAAAAAAAU/KQbTYt5GxF0/s200/arthaus.JPG" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Trotzdem entgeht es meiner Aufmerksamkeit nicht, dass ihre Hand immer weiter nach oben wandert, also dahin, wo's wirklich interessant wird. Nur, dass mich im Moment nur eines interessiert, und zwar der Film. So sind wir Cineasten halt - Frauen schön und gut, aber bitte auf der Leinwand. Dass meine Unbekannte nun den neuralgischen Punkt erreicht hat. löst bei mir zwar eine unvermeidliche körperliche Reaktion aus, lässt mich intellektuell gesehen jedoch völlig kalt. Ich schaue weiter unverwandt nach vorn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird allerdings zunehmend schwieriger, der ohnehin mehrschichtigen und komplex erzählten Handlung zu folgen, denn nun übertreibt es meine Nebensitzerin langsam wirklich. Eine Hand scheint ihr nicht mehr zu genügen, sie nimmt die zweite zu Hilfe und öffnet mit geübtem Griff meine Hose. Auch gut, denke ich mir, und unternehme weiter nichts, die Dame auf ihren Irrtum hinzuweisen, schließlich sprechen Cineasten nicht während der Vorstellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte mittlerweile sowieso kein Wort mehr herausbringen. Meine neue Bekannte ist wirklich sehr geschickt, nicht nur mit den Händen. Verstohlen schaue ich mich um, ob nicht jemand bemerkt hat, dass sie nicht mehr ordnungsgemäß in ihrem Sessel sitzt, sondern zur Hälfte auf meinem, zur Hälfte am Boden hängt. Mit etwas Anstrengung schaffe ich es immerhin, allzu auffällige Lautentäußerungen zu vermeiden, als ihre Zärtlichkeiten den unausweichlichen Höhepunkt erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entspannt hänge ich nun im Sessel und streichele ihre Hand. Mir ist klar, dass es ein böses Erwachen geben könnte, wenn nach der Vorstellung das Licht angeht. Nun verbietet es sich für einen echten Cineasten aber, vor Ende des Films (und das ist frühestens &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; dem Nachspann, keine Sekunde eher) den Saal zu verlassen. Mit stoischer Gelassenheit bleibe ich also sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Yazi05mFI/AAAAAAAAAAc/phzZFo4S0sI/s1600-h/abspann.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="111" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Yazi05mFI/AAAAAAAAAAc/phzZFo4S0sI/s200/abspann.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;"Fine" verkündet die Leinwand, und die weniger cineastisch geschulten Besucher erheben sich von ihren Plätzen und drängen ungeduldig zum Ausgang, obwohl es noch stockdunkel im Saal ist. "Willst du den Nachspann noch sehen, Frank? Ich geh schon mal vor, muss dringend für kleine Mädchen", lässt meine Nebensitzerin mich wissen und stolpert Richtung Ausgang. Zufrieden lehne ich mich zurück und verfolge als der echte Cineast, der ich bin, die Liste von italienischen Namen, die auf der Leinwand abgespult wird. Wie gut, dass der Saal zwei Ausgänge hat.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F02%2Fim-falschen-film.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-2931970228060679394?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/02/im-falschen-film.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YacgPCJpI/AAAAAAAAAAM/ywiPmlcxIgA/s72-c/kinosaal.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-2440459069256683655</guid><pubDate>Sat, 30 Jan 2010 02:34:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-10-15T10:11:55.845+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bikini</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kopftuch</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Frauen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bekleidung</category><title>Kopftuchstreit</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YbSLdZvGI/AAAAAAAAAAk/h2DwCPsxH_g/s1600-h/burka-7.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YbSLdZvGI/AAAAAAAAAAk/h2DwCPsxH_g/s200/burka-7.jpg" width="171" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Neulich traf ich meinen Freund Said im Cafè. Vor ihm lag eine Zeitung, offenbar hatte er gerade einen Artikel über die Diskussion in Frankreich um ein Burka-Verbot gelesen. Ich wollte ein paar höfliche Bemerkungen über die Kleiderfreiheit sowie den Irrglauben, Verbote und Vorschriften schafften 'Freiheit', fallen lassen, aber Said unterbrach mich sofort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Das geht schon in die richtige Richtung", meinte er entschieden. "Aber" - er hielt kurz inne und hob den rechten Zeigefinger - "das geht noch längst nicht weit genug!" Ich fragte ihn verwundert, warum er glaube, dass die abendländische Menschheit irgendeinen Vorteil davon habe, wenn man die geschätzt 500 Frauen, die in Frankreich komplett unter einem Tuch verschwinden zu pflegen, daran hindert. "Wenn die das doch so wollen, Said? Und wenn nicht, nützt ihnen das Verbot vermutlich doch auch nichts."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YbYoQOa1I/AAAAAAAAAAs/jRwj7uGUI9U/s1600-h/23ag_1746_56363.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="165" src="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YbYoQOa1I/AAAAAAAAAAs/jRwj7uGUI9U/s200/23ag_1746_56363.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Unwirsch winkte Said ab. Das sei doch nicht der springende Punkt. Ich müsse mal weiterdenken, nicht so begrenzt, nicht so engstirnig sein. "Im Grunde geht es doch, genau wie bei der Sache mit dem Kopftuch, darum, dass man es Frauen nicht erlauben will, sich mehr zu verhüllen als Männer", fuhr er beschwingt fort. "Also, dem kann ich allerdings nur zustimmen. Gestern war ich in einer öffentlichen Badeanstalt, und da waren ein paar Weiber..." "Damen, meinst du bestimmt, Said!" "Naja, was auch immer, also, die hatten echt tolle Figuren, richtig schöne Körper." Was das denn nun mit der Burka oder meinetwegen auch dem Kopftuch zu tun habe, fragte ich ihn. Unwirsch bedeutete er mir mit einer nachlässigen Armbewegung, nicht so ungeduldig zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Ybf57gQlI/AAAAAAAAAA0/hrgCIbpuSVI/s1600-h/bild.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="139" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Ybf57gQlI/AAAAAAAAAA0/hrgCIbpuSVI/s200/bild.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;"Als ich diese Badenixen aus dem Wasser steigen sah", fuhr er nun fort, "da schoss es mir unweigerlich durch den Kopf: Warum tragen die eigentlich Zweiteiler, und nicht wie wir Männer einfach nur ein knappes Höschen beim Baden?" Ich warf ein, dass eine Frau, die mit nacktem Oberkörper in einer öffentlichen Badeanstalt erscheine, mit einer Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses rechnen müsse. "Genau!" donnerte Said. "Das ist doch die Scheiße, die ich meine! Warum erlaubt man Männern etwas, was Frauen verboten ist? Ist das nicht sexistisch?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich musste grinsen. Saids Theorie war nicht nur schlüssig, sie war geradezu bestechend. "Du meinst also..." setzte ich an. "Jawohl!", rief Said mit Nachdruck und nahm noch einen kräftigen Schluck von seinem Kaffee. "Es muss endlich Schluss sein mit der Benachteiligung von Frauen. Sie sollen ihren Oberkörper genauso stolz und ungeniert den Blicken der Öffentlichkeit preisgeben wie wir Männer! Und da die Erlaubnis ja nicht ausreicht - wie die Diskussion um Kopftücher und Burkas eindeutig zeigt - wird man wohl einfach ein Bikinioberteil-Verbot erlassen müssen. Das ist der einzige Weg, die Frauen vor Benachteiligung zu schützen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kellnerin, die an unseren Tisch kam, um meine Bestellung aufzunehmen, hatte unser Gepräch nur in Auszügen mitbekommen. Sie lächelte Said an. "Ich dachte immer, du wärst auch einer von diesen Chauvis. Wer hätte gedacht, dass du dich so sehr um die Rechte der Frauen sorgst? Dein Kaffee geht auf mich."&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.berlindependent.com%2F2010%2F01%2Fkopftuchstreit_1563.html&amp;amp;layout=standard&amp;amp;show_faces=true&amp;amp;width=450&amp;amp;action=like&amp;amp;colorscheme=light&amp;amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-2440459069256683655?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/01/kopftuchstreit_1563.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YbSLdZvGI/AAAAAAAAAAk/h2DwCPsxH_g/s72-c/burka-7.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-893742425504623140</guid><pubDate>Fri, 01 Jan 2010 15:53:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-04-29T11:46:18.836+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Tomatensaft</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Musik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sex</category><title>Was willst du trinken?</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Yb5euzGwI/AAAAAAAAABU/jGJfWCRTGSg/s1600-h/bar.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="133" src="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Yb5euzGwI/AAAAAAAAABU/jGJfWCRTGSg/s200/bar.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die meisten meiner Freunde geben Frauen gerne alkoholische Getränke aus. Sie hoffen, diese so davon überzeugen zu können, mit ihnen Sex zu haben. Erstens schmeichelt es den Damen, etwas quasi geschenkt zu bekommen, und zweitens versetzt sie der Alkohol in eine lockere Stimmung - so ungefähr ihr Kalkül. Es klappt nicht immer, aber immer wieder. Ich selbst aber habe meine Prinzipien. Ich gebe einer Frau nie Getränke (zumal alkoholische) aus, bevor ich mit ihr Sex hatte. Das hat zur Folge, dass ich sehr wenig Sex habe, spart aber dafür jede Menge Geld und Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YcCEfEo3I/AAAAAAAAABc/BiAL-NSX1U0/s1600-h/dick_annegarn_1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YcCEfEo3I/AAAAAAAAABc/BiAL-NSX1U0/s200/dick_annegarn_1.jpg" width="197" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Da ich nicht viel Geld habe, kann ich das gesparte leider nicht ausgeben, da ich es nicht tatsächlich besitze, sondern nur nicht nicht-besitze, also keine Schulden bei ominösen Instituten, die mir meine Bank fast täglich empfiehlt, machen muss. Das hat den Vorteil, dass mir noch nie jemand die Hand gebrochen oder mein Auto beschädigt hat (jedenfalls nicht mutwillig). Die Zeit wiederum nutze ich dazu, mir obskure Schallplatten aus den 70ern anzuhören, zum Beispiel "African Flashback" von Louis Sclavis oder das selbstbetitelte Debüt von Dick Annegarn, dessen Namen mir ein New Yorker Künstler einmal ebenso kurz wie einleuchtend buchstabierte: "Dick - like a penis."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal werde ich traurig von der Musik und den Texten, die wenig andere Themen haben als die Liebe, und hier bevorzugt die körperliche Variante davon, unersättlich, verschwitzt, stinkend. Dann habe ich das dringende Bedürfnis, auch zu schwitzen und zu stinken, also versuche ich, meine Prinzipien, wenn schon nicht zu brechen, so doch vorsichtig zu umgehen. Schließlich bezieht sich mein Grundsatz ja nur auf alkoholische Getränke. Ein Tomatensaft läuft dem nicht zuwider und schmeckt auch gut, hat allerdings den Nachteil, dass er dem Ego von Frauen nicht sonderlich schmeichelt, weil er vergleichsweise billig ist (ich bestelle deshalb immer gleich drei, was aber meist nicht als Großzügigkeit ausgelegt wird, sondern eher als Zeichen von einsetzendem Schwachsinn). Dass er die Stimmung erheblich lockern oder auch nur aufheitern würde, kann man ebenfalls nicht behaupten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YcLjTRFtI/AAAAAAAAABk/6RrNPMHK98c/s1600-h/nosex.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YcLjTRFtI/AAAAAAAAABk/6RrNPMHK98c/s200/nosex.jpg" width="195" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;So kehre ich dann wieder völlig nüchtern und allein in meine Wohnung zurück, habe ebenso viel Geld investiert wie meine Freunde (dreiundzwanzig Tomatensäfte kosten nicht schlecht) und muss trotzdem wieder unverschwitzt Dick Annegarn hören. Zum Glück ist seine Musik wirklich toll. Sonst wäre das alles ja auch kaum auszuhalten.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-893742425504623140?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2010/01/was-willst-du-trinken_2529.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Yb5euzGwI/AAAAAAAAABU/jGJfWCRTGSg/s72-c/bar.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-8292713019146436828</guid><pubDate>Tue, 15 Dec 2009 13:39:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-04-29T11:46:40.240+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kultur</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Abendland</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Multikulti</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Dialog</category><title>Dialog der Kulturen II</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YcYUCbzXI/AAAAAAAAABs/C7l_JhLLBqA/s1600-h/r.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YcYUCbzXI/AAAAAAAAABs/C7l_JhLLBqA/s200/r.jpg" width="150" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Letzte Woche war mein Bekannter R. zu Gast bei mir in Berlin. R. wohnt in Bottrop und verspürte wohl ein verständliches Bedürfnis nach ein wenig Abwechslung vom trüben Provinzleben, als er mich aus heiterem Himmel (wir kennen uns nur oberflächlich von einer gemeinsam besuchten Kulturveranstaltung) anrief und fragte, ob er ein paar Tage bei mir wohnen könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon am Ostbahnhof, wo ich ihn abholte, machte er ein grimmiges Gesicht. Ein Mann habe auf seinem reservierten Platz gesessen und er habe die ganze Fahrt stehend verbracht. "Warum hast du ihn denn nicht auf seinen Fehler aufmerksam gemacht?" R. lachte höhnisch. Ob ich denn noch nichts vom linken, politisch korrekten Zeitgeist gehört hätte? Der Mann sei afrikanischer Abstammung gewesen, und wenn man "so einen" auffordere, den unrechtmäßig besetzten Platz zu räumen, müsse man damit rechnen, von wildgewordenen 68er-Gutmenschen als "Rassist" diffamiert zu werden - außerdem, wer wisse denn, ob der dunkelhäutige Herr keine Tropenkrankheit oder ähnliches gehabt und den Sitz bereits infiziert habe? Ich begann zu ahnen, dass es ein anstrengender, aber auch unterhaltsamer Besuch werden würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um R. eine Möglichkeit zu geben, seine Vorurteile weiter zu vertiefen, nahm ich ihn gleich am nächsten Tag mit nach Neukölln. R. glaubte den Bezirk aus zahllosen RTL 2-Reportagen zu kennen, die ihn als einen Hort religiös fanatischer, frauenverprügelnder Kokainhändler verkauft hatten. Triumphierend deutete R. mit ausgestrecktem Zeigefinger auf alles, was er aus dem Fernsehen kannte: Dunkelhaarige Männer, Obst- und Gemüseläden und - Frauen mit Kopftüchern. R. hatte so etwas noch nie live zu Gesicht bekommen, und in einem Anfall von Übermut (eine Überdosis Berliner Luft?) ging er mit einem überlegenen Grinsen auf eine junge Frau - türkises Koptuch, Stretchjeans und Highheels - zu und versicherte sie seines aufrichtigen Mitleids, dass sie so ein Symbol der Unterdrückung tragen müsse - ob man nicht ihre Eltern verklagen solle? Die Frau schaute ihn ratlos an.          &lt;style type="text/css"&gt;   &lt;!--    @page { margin: 2cm }     P { margin-bottom: 0.21cm }   --&gt;&lt;/style&gt;â€žMeine Eltern waren geschockt, die haben gefragt, ob ich das wirklich willâ€œ, erzählt die Unterdrückte. â€žDas ist ein Schutz vor Fremden, man wird nicht mehr so doof angequatscht und es ist auch ein Schutz vor der Witterung, gerade wenn es so kalt ist.â€œ R. fiel dazu nichts ein, er trat den geordneten Rückzug an und murmelte etwas von Gehirnwäsche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YceN2TqKI/AAAAAAAAAB0/5fWl449LBAQ/s1600-h/falafel.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="143" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YceN2TqKI/AAAAAAAAAB0/5fWl449LBAQ/s200/falafel.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ich grinste in mich hinein und schlug vor, etwas essen zu gehen. R. willigte ein, sein kleiner, ungehört verhallter Vortrag hatte ihn wohl hungrig gemacht. Zielsicher steuerte ich einen Falafel-Laden an, wohl wissend, dass es dort unausweichlich zum &lt;em&gt;clash of cultures&lt;/em&gt; kommen würde. Nach einem kurzen, verständnislosen Blick auf die Karte (Falafel, Haloumi, Makali) blaffte R. den jungen Mann hinter dem Tresen unwirsch an, von welchem Tier das Fleisch am sich munter drehenden Schawarma-Spieß stamme. "Doch sicher nicht vom Schwein, wie?", rief er aufgeregt. "Keine Sorge, Mann", beruhigte ihn der Verkäufer. "Das ist Rindfleisch." Empört blies R. Luft durch die Nase, richtete sich zu voller Mannesgröße auf (1,72 m) und brüllte lauthals ins Gesicht des überraschten Fremden: "Es ist aber Deutschland hier! Da isst man Schweinefleisch! Das ist so! Und das bleibt auch so! Deinen Hammel kannst du in deinem eigenen Scheißland fressen. Hier ist Deutschland und da gibt es Schwein, du Schwein!" Es folgten noch ein paar soziologische Betrachtungen über mangelnden Integrationswillen und Parallelgesellschaften sowie der Unvereinbarkeit des Islam mit dem Grundgesetz, bevor R. sich wutschnaubend umdrehte und den Laden mit hochrotem Kopf verließ, sichtlich zufrieden damit, es diesem Kameltreiber mal so richtig gezeigt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ließ ihn ziehen, wohl wissend, dass er unweit des Geschäfts auf mich warten würde, sah er doch in mir den einzigen, der ihm einigermaßen Schutz vor den Wüstensöhnen und -töchtern bieten konnte. Ich bestellte seelenruhig und unterhielt mich noch ein paar Takte mit Costa, dem jungen Mann hinter dem Tresen, der aufgrund seiner griechischen Herkunft kaum ein Wort von dem Gebrüll R.s verstanden hatte und sich wunderte, was ich für komische Bekannte hatte. "Weißt du", erklärte ich dem stolzen Hellenen. "Der stammt aus einer dieser Parallelgesellschaften, von denen immer so viel geredet wird: Der kleinbürgerlichen Provinz." Costa staunte. "Ich dachte, er wäre vielleicht Hindu", meinte er. "Weil er sich doch so wegen dem Rind aufgeregt hat." "Wegen &lt;em&gt;des Rindes&lt;/em&gt;", korrigierte ich ihn automatisch. "Überfremde mich bitte nicht."&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-8292713019146436828?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2009/12/dialog-der-kulturen-ii_3144.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YcYUCbzXI/AAAAAAAAABs/C7l_JhLLBqA/s72-c/r.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-1579414455476512623</guid><pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:36:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-04-29T11:46:50.649+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Fußball</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Stadion</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sport</category><title>Auf Abwegen</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeCe6evwI/AAAAAAAAAB8/LQ0SOFNDhso/s1600-h/aktion-tv.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="174" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeCe6evwI/AAAAAAAAAB8/LQ0SOFNDhso/s200/aktion-tv.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Als just am vergangenen Freitagmorgen einigermaßen überraschend mein Fernsehapparat explodierte, wurde mir fast in derselben Sekunde bewusst, dass mein Wochenende wohl ein wenig anders verlaufen würde als sonst. Ich habe nämlich die schlechte Angewohnheit,Â  von Samstag früh bis Sonntag spät praktisch ununterbrochen vor der Glotze zu sitzen und Fußball zu gucken. Wenn es sein muss, sogar noch bis Montagabend, wo die ruhmreiche 2. Liga ihre sagenumwobenen Montagsspiele austrägt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch damit war es erstmal Essig, also musste eine Alternative her. Auf das Ballgetrete schlichtweg zu verzichten, kam selbstverständlich nicht in Frage. Also anderntags raus aus der Joggingshose, rein in die Jeans, den Mantel an und ab durch die Tür. Nach einem Vormitag voller Entbehrungen und einsetzender Entzugserscheinungen bewegte ich meinen Hintern hoffnungsfroh zum nahegelegenen Stadion, wo am Nachmittag - Halleluja - ein Spiel des örtlichen Vereins, dem VfB Friedrichshain 1911, stattfand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zum Anpfiff ging alles glatt. Die Mannschaftsaufstellungen wurden unter Gejohle verlesen, verstand man einen Namen nicht, konnte man ihn auf der Anzeigetafel nachlesen. Das Spiel begann mit einem vielversprechenden Angriff des VfB, der jedoch von der Abwehr am Strafraum gestoppt werden konnte -Â  und genau da nahmen die Unannehmlichkeiten ihren Lauf: Foul oder nicht Foul? Abseits etwa? Aber wie sollte ich das wissen, so ganz ohne Zeitlupe sowie den fachmännischen Kommentator aus dem TV? Ich blickte erwartungsvoll Richtung Anzeigetafel, aber: Fehlanzeige. Von dort war keine Hilfe zu erwarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeJgEtglI/AAAAAAAAACE/3g7lTvPhLXI/s1600-h/anzeige.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="184" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeJgEtglI/AAAAAAAAACE/3g7lTvPhLXI/s200/anzeige.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Wenig später das nächste Ärgernis: Ich hatte einen Platz auf der Gegengerade, in weiser Vorrausicht hatte ich die Kurven hinter den Toren gemieden, weil man von dort aus lediglich die Aktivitäten wahrnimmt, die in dem Strafraum stattfinden, der direkt davorliegt. Nun saß ich allerdings circa 20 Meter links der Mittellinie und konnte lediglich erahnen, was die Gäste vom FC Antalya Neukölln an Versuchen, die gegnerische Defensive in Verlegenheit zu bringen, unternahmen.Â  Obendrein: Keine Zeitlupen, keine Wiederholungen aus verschiedenen Blickwinkeln, keine Gewinnspiele, kurz: das pure, echte Leben, live und direkt. Grauenerregend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach etwa einer halben Stunde bekam ich Hunger. Natürlich war kein Kühlschrank weit und breit zu entdecken. Seufzend begab ich mich in Richtung Ausgang, wo ich Essensgerüche zu wittern glaubte und fand mich an einem lieblos gestalteten Stand wieder, an dem ich eine fettige Wurst in einem pappigen Brötchen für stolze 5 Euro 25 erstand. Zurück auf meinem Platz suchte ich instinktiv nach der Spielstandsanzeige oben rechts, aber da war keine. Natürlich. Ich sah mich also genötigt, einen anderen Sportfreund zu fragen. Nachdem mich jedoch der fünfte besoffene Idiot ahnungslos angegrinst und bedauernd die Schultern gehoben hatte, gab ich auch diesen Versuch wieder auf. Der zwischenmenschliche Dialog war gescheitert, mal wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der ersten Halbzeit hatte ich genug. Ich verließ das Stadion wutentbrannt. Ein glatter Reinfall! So bleib mir wenigstens die Enttäuschung erspart, in der Pause auch noch auf die liebgewonnenen Kurzinterviews, die kompetenten Spielanalysen sowie die fürsorglichen Kaufempfehlungen der Industrie verzichten zu müssen. Ich würde mir wohl oder übel ein neues Hobby suchen müssen - oder einen neuen Fernseher kaufen.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-1579414455476512623?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2009/11/auf-abwegen_1895.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeCe6evwI/AAAAAAAAAB8/LQ0SOFNDhso/s72-c/aktion-tv.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-471225766213708545</guid><pubDate>Tue, 20 Oct 2009 12:36:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-04-29T11:47:00.708+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kultur</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Daimler</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Dialog</category><title>Dialog der Kulturen I</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeVUse--I/AAAAAAAAACM/mk3cYgTMv9Y/s1600-h/alexej.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeVUse--I/AAAAAAAAACM/mk3cYgTMv9Y/s200/alexej.jpg" width="168" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Nachbar Alexej grinst hämisch. "Kultur?", fragt er mich und zeigt seine nicht unmäßig gepflegten Zähne. "Was hat Deutschland denn überhaupt zum allgemeinen Weltkulturerbe beigetragen in den letzten, sagen wir mal, hundert Jahren?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mustere ihn von oben bis unten. Seine Haare sind nicht zu bändigen, aber offenbar hat er es auch gar nicht versucht. Sein Atem riecht wie immer leicht nach Vodka - genetisch bedingt, da seine Familie aus Minsk in Weißrußland stammt. "Ich verstehe deine Frage nicht, Alexej", antworte ich ihm jetzt. "Meinst du denn, es sei eine kulturelle Leistung, einen Liter Vodka am Tag trinken zu können, ohne umzufallen? Von Frauen, die auch im Frühsommer noch Pelzmäntel tragen und mit deren Schminke man riesige Leinwände bemalen könnte, wollen wir lieber erst gar nicht sprechen!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er zuckt kurz zusammen, grinst aber tapfer weiter und erwidert renitent: "Schon gut, du brauchst dich nicht zu verteidigen. Ist ja nicht deine Schuld oder so. Aber gib es doch wenigstens zu. Ihr Deutschen habt seit den glorreichen Tagen von olle Goethe nix mehr anständiges auf die Beine gestellt. Von dieser Tatsache kannst du doch auch durch Gegenkritik nicht ablenken."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist gut. Dabei müsste ihm der Vodka nach menschlichem Ermessen bereits mindestens die Hälfte seiner Gehirnzellen weggefräßt haben. Ich suche in Gedanken verzweifelt nach einer Möglichkeit, seine Argumente zu widerlegen, als mir plötzlich wie ein Blitz aus heiterem Himmel die rettende Idee kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YebTFn3PI/AAAAAAAAACU/qPzbbSCVJoU/s1600-h/sternchen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YebTFn3PI/AAAAAAAAACU/qPzbbSCVJoU/s200/sternchen.jpg" width="175" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Daimler Benz!" rufe ich erleichtert aus, mein triumphierendes Gelächter schallt durchs Treppenhaus. Alexej krümmt sich, als habe man ihn in die Magengrube getreten. Er öffnet den Mund, aber bringt keine geordnete Antwort mehr zustande. Ich lasse den vorderasiatischen Hinterwäldler einfach stehen, schließemeine Türe auf und betrete laut pfeifend meine Wohnung. Soll Alexej doch seinen Gorki oder Puschkin lesen, ich abonniere jetzt sofort die "Auto Bild". Aus Gründen der kulturellen Überlegenheit, versteht sich.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Autor: Oliver Marquart&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-471225766213708545?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2009/10/dialog-der-kulturen-i_3001.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YeVUse--I/AAAAAAAAACM/mk3cYgTMv9Y/s72-c/alexej.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-4232998408167181754</guid><pubDate>Thu, 26 Mar 2009 16:56:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-03-12T14:02:10.298+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Gewalt</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Verbrechen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Sex</category><title>Let's get back to business!</title><description>In Bälde geht es hier weiter - und zwar &lt;a href="http://www.iloveradio.de/cms/upload/Blogbilder_breite_406/2009_03/annemarie_top9.jpg"&gt;&lt;strong&gt;sowas&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; von!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-4232998408167181754?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2009/03/let-get-back-to-business_3156.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-9059642787429702006</guid><pubDate>Fri, 18 Jan 2008 13:29:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-03-12T14:02:43.023+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Cyborg</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Film</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Kino</category><title>Endlich wieder Kino!</title><description>Nach einer harten Durststrecke, die mein persönliches Kinobesuchverhalten seit etwa einem halben Jahr praktisch lahmgelegt hat, zumindest was neue Filme angeht, ist nun endlich wieder eine Oase in Sicht - und das ist keine Fata Morgana.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Ye8sQrAiI/AAAAAAAAACs/az4CdVGdPRQ/s1600-h/photo25645fa8944azn2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Ye8sQrAiI/AAAAAAAAACs/az4CdVGdPRQ/s200/photo25645fa8944azn2.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Schon bei der letzten Berlinale, also rund vor einem Jahr, lief der sagenhafte Streifen "I'm A Cyborg But That's OK" des koreanischen Regisseurs Chan-Wook Park , der in den deutschen Kino bisher lediglich mit seinem doch etwas konventionellen Rachedrama "Oldboy" vertreten war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"I'm A Cyborg" ist ganz anders. Das farbenprächtige, phantasievolle Filmmärchen um ein Mädchen, das sich für einen Cyborg hält, erinnert von der gelungenen, verspielten  und detailverliebten Umsetzung ein wenig an das Gondry-Meisterwerk "Science Of Sleep". Genau wie bei dem französischen Werk ist die Story im Grunde nicht besonders außergewöhnlich und lässt sich mit der Standardinhaltsangabe "Boy meets girl" eigentlich ausreichend widergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur: Erstens ist das m. E. sowieso das einzige, einigermaßen relevante Thema auf diesem Planeten und zweitens geht es bei einem Film eben nicht nur (wenn überhaupt) um den Plot, sondern vor allem um die ästhetische Umsetzung. Und die ist nicht nur einfach gut, spitze oder überragend, sondern setzt tatsächlich neue Maßstäbe. Nicht mehr und nicht weniger. Genau so und nicht anders soll man die neuen Möglichkeiten, die die Technik zu bieten hat, filmisch nutzen. Grandios und einzigartig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-9059642787429702006?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2008/01/endlich-wieder-kino_6622.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5Ye8sQrAiI/AAAAAAAAACs/az4CdVGdPRQ/s72-c/photo25645fa8944azn2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-3799775647807682914</guid><pubDate>Sat, 29 Sep 2007 12:44:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-07-27T18:47:14.163+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Frauen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Eva</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Gleichberechtigung</category><title>Eva sollte öfter den Mund halten</title><description>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TE8Nipa0N3I/AAAAAAAAADQ/Ww7EqNxHpgE/s1600/Eva-Herman.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 140px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TE8Nipa0N3I/AAAAAAAAADQ/Ww7EqNxHpgE/s200/Eva-Herman.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5498628558927705970" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Und wir müssen vor allem das Bild der Mutter in Deutschland auch wieder wertschätzen lernen, das leider ja mit dem Nationalsozialismus und der darauf folgenden 68er Bewegung abgeschafft wurde. Mit den 68er wurde damals praktisch alles das alles, was wir an Werten hatten, es war 'ne grausame Zeit, das war ein völlig durchgeknallter, hochgefährlicher Politiker, der das deutsche Volk ins Verderben geführt hat, das wissen wir alle, aber es ist damals eben auch das, was gut war, und das sind Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stehen bleiben dürfen sollte jedenfalls nicht so eine hochnotpeinliche, sprachlich dürftige Ansammlung von gestammelten Halbsätzen, deren konkreter Inhalt sich einem auch nach mehrmaligen Lesen kaum erschließen mag. War Hitler etwa '68er? Oder hat zumindest die geistigen Vorraussetzungen für die Studentenproteste geschaffen? Und findet Evalein es denn nun gut, dass die Nazis die Mutter abschaffen wollten, bzw. die Werte? Und wer ist hier eigentlich "völlig durchgeknallt"? Das alles "weiß" nur Frau Herrman höchstpersönlich, der offensichtlich kein Mittel zu peinlich ist, wenn es darum geht, ihrem neuesten Machwerk (ein Buch kann man's wohl kaum nennen) zu ein bisschen medialer Aufmerksamkeit zu verhelfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenigstens wissen wir nun, was das Evalein tatsächlich anstrebt: Immerhin nicht die Rückkehr zur Mutter als Gebährmaschine, die Nachschub an Soldaten und weiteren Gebährmaschinen für den Weltenkrieg liefern soll, dafür eine kleine Zeitreise ins Neunzehnte Jahrhundert. Nun, das kann Frau Herrman doch viel leichter haben, auch ohne Zeitmaschine: Eine baldige Übersiedlung in die Islamische Republik Iran oder nach Saudi-Arabien dürfte ihren Erwartungen ziemlich entgegen kommen. Dort schätzt man noch eine klare, mitunter strenge Rollenteilung von Mann und Frau und hält recht wenig von den sogenannten Werten angeblich emanzipatorischer Träumer. Guten Flug.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-3799775647807682914?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2007/09/eva-sollte-ofter-den-mund-halten_2846.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_1GmCCD4HVwU/TE8Nipa0N3I/AAAAAAAAADQ/Ww7EqNxHpgE/s72-c/Eva-Herman.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-7268548082514239127</guid><pubDate>Thu, 28 Jun 2007 12:54:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-03-12T14:30:24.356+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Wahnsinn</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Einkaufen</category><title>Der ganz normale Wahnsinn</title><description>"Warum nach nebenan gehen? Hier ist doch alles wahnsinnig billig!", fragt das "ansprechend" gestaltete Schild in der Plus-Filiale unweit meiner Wohnung. Mit Betonung auf "wahnsinnig", natürlich. Und: Die Verkäuferinnen sind wohl nicht zufällig auch gemeint? Doch. Sind sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Aussage an sich kann rein inhaltlich allerdings  schwerlich widersprochen werden - schon, weil es "nebenan" zwar "Blumen für jeden Anlass" sowie allerdings noch billigere Zigaretten, aber eher keine Lebensmittel zu kaufen gibt. Wie schön für Plus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-7268548082514239127?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2007/06/der-ganz-normale-wahnsinn_3893.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-9032524140677990799.post-608213245860070650</guid><pubDate>Thu, 01 Mar 2007 13:12:00 +0000</pubDate><atom:updated>2010-03-12T14:41:58.248+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Meinungsfreiheit</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>RAF</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Denken</category><title>Die Gedanken sind frei?</title><description>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YgXMWz_lI/AAAAAAAAADc/GD9LfEHYUvg/s1600-h/klar.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="174" src="http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YgXMWz_lI/AAAAAAAAADc/GD9LfEHYUvg/s200/klar.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die deutsche Politik und augenscheinlich auch ein Großteil der restlichen Öffentlichkeit ist sich einig: Mit seiner Kritik am Kapitalismus am Rande der Rosa-Luxemburg-Konferenz im Januar hat sich der Ex-RAF-Terrorist Christian Klar seine Chancen auf eine Begnadigung natürlich vermasselt. Sehr verständlich. Wozu sperrt man den Mann denn auch 26 Jahre lang ein, wenn man es dadurch nicht einmal schafft, seine Gesinnung zu brechen? War er etwa nicht lange genug in Einzelhaft?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Frechheit. Wie kann der Mann es wagen, Kritik am Kapitalismus zu äußern? Eine solche Uverschämtheit und Respektlosigkeit vor den weltweiten Ausbeutern oder vielmehr Wohltätern ist doch sicherlich nicht durch die im Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit abgedeckt. Das wäre ja noch schöner! Am Ende kommt wohl auch noch jemand auf die absurde Idee zu behaupten, Christian Klar säße gar nicht wegen seiner  Überzeugungen und Meinungen im Gefängnis, sondern womöglich wegen seiner Beteiligung an terroristischen Anschlägen. Nicht auszudenken. Statt derart miesepetrig an den herrschenden Verhältnissen rumzumosern, wäre er gut beraten, sich zu freuen, daß es ihm nicht wie der seligen Rosa Luxemburg ("Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden", sic!) erging. Das Schweinesystem war ihm doch vergleichweise gnädig. Ein wenig Dankbarkeit ist da ja wohl nicht zu viel erwartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings sollten auch die Herren Beckstein und Co nicht die wahren, viel gefährlicheren Feinde des Kapitalismus vergessen: Ackermann, Hartz und deren Helfershelfer beziehungsweise guten Freunde bei Siemens, Schering, Airbus, Volkswagen etc.. Diese Herren werden wohl viel eher die Totengräber der naturgemäß alternativlosen und nicht kritisierbaren Wirtschaftsordnung sein als ein Mann, der seit bald 30 Jahren im Knast sitzt. Capitalism will eat itself.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9032524140677990799-608213245860070650?l=www.berlindependent.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</description><link>http://www.berlindependent.com/2007/03/die-gedanken-sind-frei_4387.html</link><author>noreply@blogger.com (Georg)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_3A2VNoTY3Fg/S5YgXMWz_lI/AAAAAAAAADc/GD9LfEHYUvg/s72-c/klar.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item></channel></rss>
